Hagbard Celine - Die verwesenden Altlasten - Split-LP
Die Mosel-Punks von HAGBARD CELINE und D.V. A. (DIE VERWESENDEN ALTLASTEN) aus Stuttgart haben sich zusammengetan und gemeinsam eine LP veröffentlicht, um der „Szene“ den guten, alten Deutschpunk wieder näher zu bringen. Die erste Neuveröffentlichung für die Mosel-Punks von HAGBARD CELINE seit 2 Jahren, D.V.A. haben dagegen erst im April ihr 2. Album „Do you smell the Deutschpunk?“ veröffentlicht und bereits jetzt wieder 6 neue Punkrockknaller im Gepäck. Das nenn ich mal Tempo! Los geht`s auf der Platte mit 4 Songs von HAGBARD CELINE. Die Stimme klingt hier auf eine gewisse Weise sehr schräg und ungewöhnlich, jedoch zum Gesamtsound der Band sehr passend. Geboten wird hier schöner, melodischer Deutschpunk, der gute nachdenkliche und auch ironische Texte zu bieten hat. „Ein Wimpernschlag“ handelt über die zerstörerische Kraft der Seuche Mensch und das Lied „Hunger“ von der kapitalistisch geprägten Einstellung der Regierenden, die letztendlich die Menschen nicht nur tötet, sondern sie in den Tod treibt. „Wann platzt Dirk Bach“ rechnet schonungslos mit der Monotonie ab, welche uns TV, PC, Radio und Co. Tag für Tag bietet. „Einbauschrank“ erzählt von einem versäumten Leben inmitten eines jahrelangen Einheitsbreis. Wirklich guter Deutschpunk, jedoch legen D.V.A. mit ihrem ersten Lied auf der Platte gleich meinen persönlichen Hit hin: „Renitente Rentner“ heißt dieses Lied, welches uns vor einer lauernden unterschätzten Gefahr in unserem Land warnt. Auszug: „Renitente Rentner – machen mir das Leben schwer – Renitente Rentner – haben keinen Anstand mehr – aggressiv und militant pöbeln sie durch dieses Land“. Mehr verrate ich hier jedoch nicht, kauft euch die Platte! Der Song „Randgruppenkompatibel“ kommt schnell und pogotauglich daher und der ein oder andere findet darin sicher seine persönliche Randgruppe. In „Satanic Hippie Kindergarten“ erhält man eine eindringliche Warnung, und zwar vor Blumenhutträgern und Led-Zeppelin-Hörern. Zur Casting-Show für „Germanys next Vollidiot“ werden dann noch alle horizontal begrenzten Individuen aufgerufen, die schon immer mal im Rampenlicht stehen wollten. Zum Schluss warten dann D.V.A. mit zwei Parodien von Pascow-Songs auf: „Tramper ermorden“ und mein zweiter Lieblingssong des Albums „Ich, meine Viagra und der verdammte Gott“ haben es in sich, auf einem musikalisch wie textlich mehr als gelungenen Split-Album der beiden überzeugten Deutschpunk-Bands die sich auch in der Info zur Split von rechtsoffenen Veranstaltern und Bands distanzieren. Zu haben gibt`s das gute Stück beim Label SN-Rex. aus Stuttgart!