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MAKE WAR - MAKE WAR

MAKE WAR - MAKE WAR

CD GUNNER RECORDS 06.11.2015
  7 / 10

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/MakeWarNYC


Irgendwie schien der Name “Sad and French“ wohl nicht so richtig zu zünden. Oder gab es da eine andere Band oder einen Künstler der genauso heißt und ältere Rechte geltend gemacht hat? Oder wurde sich aufgrund der Terroranschläge in Paris ein anderer Name zugelegt? Obwohl dann MAKE WAR ja auch nicht wirklich passt. Meine Recherchen haben hierzu leider kein valides Ergebnis gebracht, aber es geht hier ja auch nicht um eine wissenschaftliche Ausarbeitung von Bandnamen, sondern um etwas Musik.
Aus “Sad and French“ wurde auf jeden Fall “Make War“. Ist ja auch ein viel besserer Name. Ein Name der in der Zeit von Terrorismus und Angst allerorten, natürlich viel verkaufsfördender ist. Man kann dann vielleicht auch ein paar IS - Überläufer für sich als Fans gewinnen. Macht bei Touren durch Syrien und den Irak Sinn.
Bevor die Band aus Brooklyn in NYC diese Tour spielt, wird es wohl noch etwas dauern. Bis dahin kann man sich das selbst betitelte Album anhören, was am 06.11.2015 erschienen ist. Übrigens pünktlich zu ihrer Europa-Tour die die Band Ende 2015 gespielt hat. Noch in kleinen Underground - Clubs. Wenn ich mir das Album so anhöre, dürfte das bald vorbei sein, und größere Clubs, Hallen und Bühnen die Band aufnehmen.
Es sind zwar nur neun Songs, was mich an die Zeit erinnert, als eine Punkplatte weniger als 30 Minuten Spielzeit hatte, aber genauso viel kostete wie eine randvolle CD. Nun heißt lange Spielzeit ja nicht, dass es auch gute Musik ist.
Bei MAKE WAR heißt es auf jeden Fall, kurze Spielzeit und Qualität.
Schon beim ersten Hören gehen die Songs geschmeidig ins Ohr. Stilistisch ist man im Alternative-Punk verortet, jedoch mit klaren Einflüssen von Bands wie NoFx oder jüngeren Bands wie Toy Guitar. Die unüberhörbaren Folk-Anleihen erinnern an alte Sachen von Flogging Molly. Die Stimme des Sängers klingt oft genug nach verrauchter Whisky-Bar und der Sound hat auch schon mal eine Garage gesehen.
Trotz dieser Genremixtur kommt dieses Album sehr harmonisch rüber. Die Songs passen zueinander und es macht auch nicht den Eindruck, als ob die Band hier versucht hat irgendwas besonderes zu sein oder zu machen. MAKE WAR machen das, auf was sie Lust haben. Das kommt sehr ehrlich, sehr erdig...sehr gut rüber.
Auch wenn der Bandnahme einen Stil in Richtung Krum Bums oder The Casualties suggeriert, und man dadurch vielleicht im ersten Moment enttäuscht ist, so wird man es im zweiten Moment positiv bewerten, dass hier ein in der linken Szene offensichtliches Klischee nicht erfüllt wird. Mit Erwartungen spielt der Bandname, und man muss nicht immer alles erfüllen. Das hat die Band gut erkannt.
Gute Musik machen können die drei Jungs.
Möge sich der Bandname in diesen Zeiten nicht als...ha, ha...Killer erweisen.


Geschrieben von Frank am 12.01.2016, 21:57 Uhr


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