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DIE DORKS - TYRANNOPLAUZUS FETT
Weitere Informationen:
http://www.diedorks.de/
Wer wissen möchte warum von unserer sympathischen Reporterin LIZAL so wenig zu lesen ist, der bekommt mit dieser CD den Grund dafür geliefert. LIZAL ist neben der Beschäftigung bei ramtatta.de auch mit ihrer Band, DIE DORKS, unterwegs.
Das aktuelle Album hört auf den Namen “Tyrannoplauzus Fett“. Name und Cover sind an der Grenze zur Albernheit. Das Innencover ist auch nicht gerade geschmackvoll, aber so kennen wir unsere Deutschpunker. Immer an der Geschmacksgrenze, Provokation durch Ekligkeit. Es ist ja auch tatsächlich schön, denn Deutschpunk ändert sich so gut wie nicht. Das kann ich tatsächlich so sagen. Wenn man mit den Abstürzenden Brieftauben aufgewachsen ist und seit 20 Jahren dabei ist, dann ist es so. Man wird älter, man wird vielleicht auch reifer, aber egal was passiert, Deutschpunk bleibt Deutschpunk.
Sofort beim Hören dieses Kunstwerkes mit 17 Songs fällt eines extrem positiv auf. Der Sound ist wie früher. Früher, als noch nicht alles digital aufgebohrt war und die Aufnahme noch auf richtigen Bandmaschinen mit 16 Spuren (oder weniger) aufgenommen wurde. Ich weiß nicht, wie die Band das gemacht hat, aber dafür ein großes Lob. Die Becken scheppern wie damals im Jugendclub. Das ist wirklich eine feine Sache. Da fühlt sich der alte Sack der diese Zeilen schreibt gleich um Jahre verjüngt.
Musikalisch sind DIE DORKS keine Offenbarung aber das war und ist Deutschpunk nun mal nicht. Es sind eingängige, meist recht einfache Melodien. Die Lieder sind mit Herzblut gespielt und haben genau die Energie die Deutschpunk haben muss. Es geht meist relativ schnell zur Sache und der Gesang von Lizal ist mehr oder weniger kreischig, aber man gewöhnt sich recht schnell an ihren Sound.
Textlich sind DIE DORKS irgendwo zwischen Pubertät, Abstürzenden Brieftauben und frühen Lokalmatadore. Es geht ums Saufen, es geht um Spaß aber es geht auch mal um Politik und Sozialkritik. Das Saufen nicht alles ist, stellt die Band in “Dein Führer“ klar. “Echte deutsche Wertarbeit“ ist eine textlich sehr radikaler Song gegen den deutsch(-nationalen) Biedermann. Die Angst der Blindheit der Polizei auf dem rechten Auge wird in “Druck ablassen“ geäußert, nebenbei aber auch aufgezeigt das Polizisten arme Schweine sind. Was nichts entschuldigt aber vielleicht ansatzweise erklärt. Nun will ich mich aber nicht in gesellschaftliche Diskussionen einlassen, denn ich hab jetzt Lust auf Bier und laute Punkmusik. Hatte ich schon gesagt, dass die Band wie die Combos von früher klingt? Einflüsse von Daily Terror, Abstürzenden Brieftauben, Normahl und einigen anderen Bands sind zu hören.
Spätestens beim dritten, vierten Bier machen Songs wie “Onanie in der Laubenkolonie“, “Nachschenken statt Nachdenken“, “Brauereiarschpogo“ und das in vorzüglicher bayerischer Mundart vorgetragene “Mia ham an Hois“.
Die Scheibe macht wirklich Spaß. DIE DORKS sind die neue Deutschpunkhoffnung, zu Mal ja jetzt auch die Abstürzenden Brieftauben wieder existieren. Vielleicht wird das ja eine neue Funpunk - Welle. DIE DORKS stehen mit ihrem Board bereit auf ihr zu reiten.
Geschrieben von Frank am 03.07.2013, 20:51 Uhr
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