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YELLOW CAP - TOO FUCKED TO GO

YELLOW CAP - TOO FUCKED TO GO

CD PORK PIE 30.11.2018
  9 / 10

Weitere Informationen:
http://web.yellow-cap.com
https://www.facebook.com/yellowcap/


Kinder, wie die Zeit vergeht...

Nu ist fast schon wieder Weihnachten.

Und YELLOW CAP werden 20 Jahre alt.

Die Ska-Band die sich 1998 in Görlitz gründete und 2004 ihr erstes Album veröffentlichte ist seit Jahren eine Bank was Ska aus Deutschland angeht. Da gibt es nicht mehr viele Bands, die ähnlich gut aufgestellt und so aktiv sind. Ich denke da an The Busters die noch umtriebiger sind, aber danach kommt erst mal nicht mehr so viel.

Die letzten Alben von YELLOW CAP wurden auch bei ramtatta.de besprochen und zeigen recht gut den Werdegang der Band auf. Wer die Reviews nochmal lesen will, hier sind sie:

LIKE IT OR NOT http://www.ramtatta.de/s/reviews/f/details/id/3612/

PLEASURE http://www.ramtatta.de/s/reviews/f/details/id/6234/

Das letzte Album “Pleasure“ ist schon vier Jahre alt. In dieser Zeit hat die Band ihren Stil nochmals verfeinert und wie ich denke verbessert. In meinen Augen haben sie nochmal eine Schippe rauf gelegt und präsentieren auf “Too Fucked to Go“ dreizehn Songs die alle grooven, zum Tanzen einladen und jedem Ska-Fan gefallen dürften.

Ein Großteil der Instrumente ist live eingespielt worden, also nicht jedes Instrument isoliert für sich. Die Band hat sozusagen zusammengespielt. Dies bringt bei vielen Bands den Vorteil das der Sound rauer, ehrlicher und direkter rüber kommt. Das ist auch hier der Fall. Im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben geht es hier direkter und vielleicht auch ein bisschen mehr Oldschool zur Sache.

Stilistisch bietet die Band Ska der alten Schule, gepaart mit Ska-Pop, hier und da mal etwas Reggae und auch ein bisschen Rock ist zu hören. Die Arrangements sind ausgefeilt, anspruchsvoll und jeder Song für sich alleine unbedingt tanzbar.

Textlich hat sich die Band auch nochmal verfeinert. Es werden kleine Geschichten über das Leben erzählt, die die Lebenserfahrung der Band widerspiegeln (“God knows“ oder das grandiose “Too fucked to go“). Aktuelles Weltgeschehen wird allerdings nicht ausgeklammert, wie “Safe & Sound“ beweist. Ein starker Text, da muss man die Band wirklich loben.

Interessanterweise haben viele Songs mal mehr, mal weniger mit Erlebnissen und Träumen zu tun in denen bewusstseinserweiternde Substanzen eine Rolle spielen. Welche, das kann jeder für sich selber festlegen. Natürlich nur die legalen, sagen wir.

“Too fucked to go“ ist ein wirklich hochkarätiges Album geworden, dass mich gepackt hat. Ich finde daran mehr gefallen als an den beiden Vorgängeralben, sowohl textlich als auch musikalisch. Verpackt in einem schönen Digipack, mit Text-Booklet und einer Cover-Zeichnung vom brasilianischen Künstler “Shiron the Iron“. Herz was willst du mehr?

Für Kurzentschlossene noch zwei Konzerthinweise zu und zwar:

22.12.2018 Berlin Supamolly

23.12.2018 Weißwasser Broilereck


Geschrieben von Frank am 19.12.2018, 20:39 Uhr


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1 Kommentar

Avatar
KNOX
Geschrieben am 20.12.2018, 08:36 Uhr
Mark Foggo /NL
Support: Yellow Cap
Datum: 08.03.2019
Ort: Barnerstr. 16
22765 Hamburg
Wo: Monkeys Music Club

__________________
Punk ist bissig, Punk ist laut, Punk ist Anarchie, Punk ist Chaos, ...


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