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LOS FASTIDIOS
Weitere Informationen:
https://www.losfastidios.net/
https://www.facebook.com/losfastidios/
https://www.losfastidios.net/tour-2026.
LOS FASTIDIOS gibt es seit 1991.
Angefangen hat die Band aus Verona mit Street-und Oi-Punk. Sie haben sich schnell einen Namen gemacht, innerhalb und außerhalb von Italien. Klar antifaschistisch war und ist eine Lebenseinstellung der Band. Die Band, dass ist vor allem Enrico als Gründungsmitglied und Kopf der Band.
Stilistisch hat sich die Band dann nach und nach mehr dem Ska und dem Reggae zugewandt und ist seit Jahren mehr in diesen beiden Stilen zu Hause. Die Band hat viele alte Fans, gewinnt jedoch Jahr für Jahr neue, jüngere Fans.
LOS FASTIDIOS haben schon früher viel gespielt. Seit Corona vorbei ist, spielt die Band pro Jahr 80-100 Konzerte. So auch dieses Jahr.
Enrico, Sänger und neben seiner Frau Elisa, Kopf der Band, nahm sich Zeit, mir ein paar Fragen zu beantworten
Geschrieben von Frank Gestern, 20:29 Uhr
F: Ihr seid mehr oder weniger den ganzen Februar 2026 auf Tour
gewesen. Bis Mitte März spielt Ihr fünf weitere Konzerte.
Wie geht es euch?
E: Es geht uns gut.
Der Tourstart war, trotz einiger Schwierigkeiten und Hindernisse, die wir
Dank aller Beteiligten aber schnell überwinden konnten, sehr gut.
Wir sind wirklich mehr als zufrieden.
Wir sind bereits mehrere Tausend Kilometer gereist, haben hunderte alte
Freunde getroffen und viele neue Menschen kennengelernt, die wir ins
Herz geschlossen haben. Wir wurden überall willkommen geheißen.
Wir hätten uns keinen besseren Start in das Jahr 2026 wünschen können.
F: Ihr spielt dieses Jahr ungefähr 100 Konzerte.
Ihr macht alles komplett DIY.
Ihr bucht eure Konzerte selber, kümmert euch um alles drumherum
und euer eigenes Label KOB Records fordert sicherlich auch einiges
an Zeit.
E: Wir machen einen sehr guten Job. Es ist nicht einfach, aber wir glauben an
das was wir machen. Wir arbeiten mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft,
das erleichtert uns die Arbeit sehr.
Wir sind eine der ganz wenigen Bands und Independent-Labels, die
wirklich zu 100 % DIY sind, und darauf sind wir stolz.
Jeder Meilenstein, den wir erreichen, sowohl mit der Band als auch mit
dem Label, ist eine unglaubliche Leistung, aber gleichzeitig auch ein neuer
Ausgangspunkt. Vielleicht werden wir nie ganz oben ankommen, aber wir
genießen jeden wichtigen Schritt und jedes wichtige Ziel, das wir erreichen.
F: Euer Drummer hat sich beim Start der Tour 2026 den Arm gebrochen.
Wie ist er damit umgegangen? Habt Ihr einen neuen Drummer
gefunden, der so kurzfristig einspringen konnte?
E: Seit Dezember 2025 ist unser neuer Drummer Samuel dabei.
Am Morgen des 30.01.2026, als wir von Berlin nach Erfurt fahren wollten,
um dort unser erstes Konzert 2026 zu spielen, ist Samuel bei Glatteis in
Berlin ausgerutscht und hat sich den Ellenbogen gebrochen.
Wir haben als Band gemeinsam entschieden, Samuel nicht zu ersetzen.
Samuel hat sich monatelang auf die Tour vorbereitet. Er wollte unbedingt
spielen und es mit einem Arm versuchen. Das hat gut funktioniert.
Bis Anfang März 2026 hat er 17 Konzerte mit nur einem Arm gespielt und
das sehr gut.
F: Dieses Jahr spielt Ihr eine Tour in Südamerika.
Wie konntet Ihr die Tour realisieren? Habt Ihr Fans in Südamerika oder
ist das eure erste Tour die Ihr in Südamerika spielen werdet?
E: Wir waren schon drei Mal in Südamerika.
Es ist immer wieder toll dort zu sein.
Wir haben eine wirklich riesige Fangemeinde dort, von Nord bis Süd, in
allen Ländern. Bei dieser Tour helfen uns die Jungs von “Guns Fever
Producciones“ ( https://www.facebook.com/gunsfeverproductions/ ) aus
Bogotá.
Wir werden nach Mexiko, Kolumbien, Costa Rica, Argentinien, Chile und
Brasilien reisen. Wir verspüren jetzt schon Vorfreude auf die Tour.
Wir wissen, dass viele Fans auf uns warten und dass es eine
unvergessliche Tour werden wird. Wie immer, werden wir auch während
der Südamerika-Tour täglich über unsere Zeit dort in den sozialen
Netzwerken berichten.
F: Wenn ich es richtig mitbekomme, habt Ihr fast jedes Jahr
Besetzungswechsel bei LOS FASTIDIOS.
Ist dieses intensive Touren für die meisten Musiker auf Dauer
schwierig mit Ihrem (Privat-)Leben zu arrangieren?
E: Unser Lebensstil ist nicht einfach.
Im Laufe der Jahre gab es viele Besetzungswechsel, und wir danken allen
Musikern, die zur Band beigetragen haben.
Dieses Jahr starten wir mit zwei neuen Musikern an Gitarre und
Schlagzeug neu durch. Wir sind begeistert, denn wir glauben, dass wir
momentan die beste Besetzung aller Zeiten haben, sowohl musikalisch als
auch persönlich.
Gek an der Gitarre und Samuel am Schlagzeug haben sich mir (Enrico –
Gesang), Elisa Dixan (Gesang) und Midio (Bass) mit großer Begeisterung
und dem starken Wunsch, etwas zu erreichen, angeschlossen. Wir haben
sofort eine unglaubliche Verbindung zueinander gefunden. Es war und ist
anders als Alles, was wir mit den früheren Besetzungen hatten. Ich bin
sicher, dass wir gemeinsam Großes erreichen werden!
Wir haben auch zwei Ersatzschlagzeuger, die Samuel gelegentlich ersetzen
werden (Pier und Coppi), beide ausgezeichnete Musiker.
Mit diesem Team werden wir euch großartige Dinge sehen und hören
lassen.
F: Enrico, du bist seit vielen Jahren Veganer. Was kannst du Menschen
mitgeben die Vegetarier oder Veganer werden wollen?
War die Umstellung auf eine vegetarische bzw. vegane Lebensweise
schwierig für dich?
E: Ich bin seit 1995 Vegetarier und seit 2003 Veganer.
Für mich war es eine logische Umstellung meiner Ernährung, sobald ich
meine Augen geöffnet hatte und mir die Bedeutung des Marktes für Fleisch
sowie für tierische Produkte und der damit gepaarten Ausbeutung der
Tierwelt bewusst wurde.
Ich glaube, dass wir nicht für Menschenrechte kämpfen können, ohne an
die Rechte der Tiere zu denken, die ebenfalls Lebewesen sind und sich
nicht von uns Menschen unterscheiden.
Ich glaube, dass man, um Vegetarier oder Veganer zu werden, nur die
Augen öffnen und endlich die Schrecken sehen muss, die täglich im Namen
der menschlichen Arroganz begangen werden.
Die Musik hat mir auf meinem Weg sicherlich geholfen, als ich Ende der
80er Jahre Songs wie „Meat is Murder” von The Smiths hörte und dann mit
Los Fastidios in Nordeuropa auf einigen Konzerten und Festivals gespielt
habe, bei denen auch Tierschutzthemen einen großen Bereich einnahmen.
Auch dort merkte ich, dass der einzige Lebensstil, mit den man mit gutem
Gewissen haben kann, ein veganer Lebensstil ist.
F: In der Welt gibt es momentan unglaublich viele Konflikte und Kriege.
Jeden Tag wird ein neuer voller Eimer mit schlechten Nachrichten
über uns ausgekippt. Wie gehst du…wie geht Ihr als Band damit um?
E: Seit Jahren wiederholen wir bei jedem Konzert, dass die Herrschenden der
Welt versuchen, die Menschen gegeneinander auszuspielen.
Es ist ein schmutziges Spiel, auf das leider zu viele Menschen hereinfallen
und damit den Hass in einer Welt schüren, die bereits mehr und mehr in
Hass und Kriegen versinkt.
Selbst die jüngsten Konflikte spalten die Menschen noch mehr, obwohl wir
doch eigentlich verstehen sollten, dass der wahre Feind nicht meine
Nachbarn sind, sondern diejenigen, die den Planeten beherrschen und die
Fäden von uns armen Marionetten in ihren Händen halten.
Wir glauben, dass Musik heute mehr denn je ein Instrument sein kann, um
Einheit zu verbreiten, und als Musiker versuchen wir unser Bestes diese
Einheit zu fördern.
Musik ist unsere Waffe, die einzige Waffe, die wir mögen.
Musik verbindet, Hass trennt.
Macht Musik nicht Krieg!
Bekämpft das System, nicht die Menschen!
F: Die politische Situation in Italien ist alles andere als gut.
Möchtest du etwas über die aktuelle Situation in Italien erzählen?
Was wird oder kann für mehr Menschlichkeit getan werden?
E: Die politische Lage in Italien ist schlecht, wie in den meisten Ländern
Europas und der Welt.
Das Klassenbewusstsein der Vergangenheit ist leider vom
nationalistischem und kapitalistischem Extremismus verdrängt worden.
Neue Formen der Diskriminierung breiten sich aus.
Das nationale und internationale politische System sät Hass und Angst
unter den Menschen.
Es scheint, als gäbe es eine globale und keine nationale Hassstrategie, auf
die wir reagieren müssen, indem wir versuchen, Menschen, Arbeiter,
Studenten, Arbeitslose und Rentner zu vereinen.
Wir müssen dieses Klassenbewusstsein, das leider schlummert,
wiedererwecken. Wir wissen, dass eine andere Welt möglich ist,
und wir dürfen niemals die Hoffnung verlieren.
F: Auf welche Konzerte oder auf welches Festival freut Ihr euch dieses
Jahr am meisten?
E: Wir freuen uns auf jedes Konzert, das wir geben werden, denn für uns ist
jedes Konzert ein besonderes Ereignis, egal ob auf einer großen Bühne
oder in einem kleinen Club.
Überall, wo wir spielen werden, werden Freunde mit großer Begeisterung
auf uns warten.
Wir wollen bei jedem Konzert, das wir spielen, das Beste geben
Die Termine findet ihr auf unserer Webseite:
www.losfastidios.net/tour-2026.
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