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DIE VORBOTEN - Wave Gotik Treffen in Leipzig / Albumtrailer
DIE VORBOTEN spielen beim diesjährigen WAVE GOTIK TREFFEN in Leipzig.
Am 13.06. stehen sie von 16:30 - 17:10 Uhr auf der Bühne (Agra Hauptgebäude).
Zum kommenden Album "Aufschrei" gibt es einen extrem guten Trailer, der hier angeschaut werden kann:
http://www.youtube.com/watch?v=8nRmcT3OE7A
Über die Band:
Neulich durfte ich in der U-Bahn einem Happening beiwohnen: Ein paar pubertierende Jungs beschlossen lautstark eine Band zu gründen. Ob denn auf Englisch oder Deutsch gesungen wird, fragte ich. „Natürlich auf Deutsch!“ Und der Sound? „Metal!“, schallte es zurück. Metal. Mit deutschen Texten. Vor zehn Jahren hätte man diese Jungspunde noch milde belächelt. Es mag auf die Verdienste diverser deutschsprachiger Metal-Acts wie Rammstein oder Die Apokalyptischen Reiter zurückzuführen sein, es mag vielleicht auch mit Gruppen à la Wir sind Helden und Sportfreunde Stiller zu tun haben, fest steht: Es hat sich etwas verschoben im Metal-Bereich. Der harte Klang der Deutschen Sprache ist allseits willkommen und darf den harten Klang der Riffs gerne unterstützen.
Die Vorboten reimen ebenfalls auf Deutsch. „Ich will ausdrücken, was mich persönlich beschäftigt, und das kann ich in meiner Muttersprache am besten“, erklärt Sänger Karsten Palitschka. „Die, die die Texte verstehen sollen, können das natürlich auch am besten in ihrer Muttersprache. Diese Chance, verstanden zu werden, wollen wir einfach nicht vergeben.“ Keine Sorge: Die Vorboten werden gehört werden. Dafür sorgen die fünf Mittzwanziger von der Ostseeküste – mit einem beinharten Arbeitsethos, mit packenden Live-Shows und mit aussagekräftigen Songs wie „Vaterland“, einem Manifest gegen den modernen Militarismus, oder „Volk“ und „Schreit!“, zwei Stücken, die das Aufbegehren der Menschen u.a. gegen Stuttgart 21 aufgreifen. „'Schreit!' klingt zwar sehr politisch, funktioniert aber im Alltag genauso. Ich persönlich bin jemand, der nicht unbedingt das Maul aufkriegt, wenn er privat unterwegs ist. Schon im Kindesalter war ich immer der Ruhige. Da hat man sich schon mal gewünscht, 'ne große Klappe zu haben wie andere, weil die erreichen komischerweise was“, gesteht Karsten.
Angefangen hat die Reise für Die Vorboten im Sommer 2009, als die sowieso bereits miteinander lärmenden Karsten (voc/git), Philip Krätzer (keys/synth), Thomas Mende (git/voc), Stephan Schuster (b) und Florian Herrmann (dr) beschlossen, eine neue Band zu formieren. Ein Song der Vorgängergruppe fungierte als Namensgeber und schon waren Die Vorboten geboren. Seitdem haben die Norddeutschen bereits zwei EPs („Anfang & Ende“ und „Lust & Laster“) veröffentlicht. Nun schieben sie ihr Debütalbum „Aufschrei“ hinterher, für das sie an zahllosen Wochenenden die Autobahnen von ihren Heimatstädten Wismar, Lübeck und Rostock ins große B nahmen, um sich im dortigen Studio die Tage und Nächte um die Ohren zu hauen. Einsatz zeigen – das haben die Mecklenburg-Vorpommern verinnerlicht. Das zeigt auch die stets mit aktuellen Inhalten gefüllte Website, wo sich u.a. Videos, ein Studiotagebuch oder FAQs zum eigens ausgerufenen Genre Kraut Metal finden.
Die Vorboten haben ein Genre ausgerufen? Und das heißt Kraut Metal? Ja. Richtig gelesen. Aber bestimmt falsch interpretiert. Die Vorboten spielen nicht etwa „Krautrock, der ein bisschen härter ist“, wie Karsten klarstellt. Kraut steht hier einfach nur für Deutsch (im UK und den USA sind wir ja auch immer noch die „Krauts“). Die einzige Verbindung könnte sein, dass Die Vorboten heute – ähnlich wie Can, Amon Düül und Neu! damals – versuchen eine klangliche Eigenständigkeit zu entwickeln. Dabei dürfen auch Elektronik und Keyboards erklingen, die dann schon mal durch den Verzerrer gejagt werden – man höre u.a. die „Krautsinfonie Op.1“. In „Schmiede“ dagegen treffen wabernde Zisch-Sounds auf Stakkato-Riffings. In dem Song ruft Karsten dazu auf, im Leben auch mal etwas zu wagen und nicht immer den vorgegebenen Weg zu einzuschlagen: „Ach, die Flammen brennen heiß, verbrennen jedes Körperglied/ Doch wer das Feuer nicht riskiert, wird auch nicht seines Glückes Schmied“. Ein aufputschendes Stück Metal. Ob dem Texter der Vorboten die „Schmiede“-Lyrics auch auf Englisch so gut gelungen wären? Er bezweifelt es. Ich auch.
(Lothar Gerber)
DIE VORBOTEN
"Aufschrei"
VÖ: 20.05.2011
Sonic Attack / Soulfood
Geschrieben von Frank am 28.04.2011, 15:03 Uhr
Medien
http://www.youtube.com/watch?v=8nRmcT3OE7A konnte nicht geladen werden
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