Design wechseln

Start » Reviews » EASTSIDE BOYS - The Boys are back in Town

EASTSIDE BOYS - The Boys are back in Town

EASTSIDE BOYS - The Boys are back in Town

CD
  6 / 10

Die Eastside Boys aus dem schönen Berlin, oder eher ehemaligen Ostberlin liefern mit dieser Scheibe ihr wohl reifstes Werk ab. Die Band ist erwachsener und reifer geworden. Musikalisch sind die Wurzeln ganz klar im Oi, das hört man immer noch. Allerdings sind auch Einflüsse aus dem Deutschpunk zu hören sowie des Streetpunks. Dieses Dreigestirn ist das Grundgerüst aller Songs der Band. Die meisten Lieder kommen im angenehmen Mid Tempo daher. Es ist rockiger als Deutschpunk oder Oi, aber zu punkig um wirklich Rock zu sein. Die 13 Songs der CD ( in der Limited Edition mit schickem Aufnäher ) im schönen Digipack handeln im Großen und Ganzen über die Vergänglichkeit und das Älterwerden. Die Songs geben Mut, und treiben einen nach vorn, wie z.B. in " Waiting for the hidden Track ". Einfach immer nur warten und zuschauen und hoffen das es dann besser wird, ist kein Mittel um zu Leben. Plötzlich ist man alt und grau und hat nix erlebt. Was soll man dann seinen Enkeln erzählen ? Genau, und deshalb heisst es Hintern hoch und ab ins volle Leben, und sich an der guten Zeit erfreuen die man hat. Natürlich zeigen die Songs auch die Lebenserfahrung der Band, und so stellt die Band in so manchem Song dar, was erlebt oder gesehen wurde. Selbst Kritik an der eigenen Szene wird geübt, mit " Pfeffi macht den Punk kaputt " !Mit " Scheisse schwimmt nicht immer oben " gibt die Band ein intelligentes und doch sehr einfaches Statement zu dem ganzen braunen Dreck ab, der in letzter Zeit immer mehr um sich greift.
Politisch das Herz am rechten Fleck und mit sympathischer Musik schafft es die Band auf diesem Album den geneigten Hörer zu unterhalten. Nach dem Durchhören bleibt aber trotzdem nicht viel hängen. Das gewisse Etwas fehlt. So sind EASTSIDE BOYS mit diesem Album noch nicht in die erste Punkrock / Oi Liga aufgestiegen.

Label: Sunny Bastards
Vertrieb: Brokensilence

Geschrieben von Frank am 30.01.2008, 00:00 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

POPPERKLOPPER - WIR SIND MEHR

Wir sind mehr und wir hab´n schon lang genug...“ Irgendwie ist der Eindruck entstanden, dass die deutschsprachigen Punk-Bands insgesamt relativ wenig gegen die rechten Umtriebe getan haben....

Weiterlesen

MUCH THE SAME - EVERYTHING IS FINE

MUCH THE SAME ist zurück. 13 Jahre ist es her, seit dem die Band aus den USA ihr letztes Album “Survive“ veröffentlicht hat. In gewisser Weise ist das Ironie des Schicksals, dass ihr...

Weiterlesen

TOMAS TULPE - der mann im pfandautomat (CD, Download, Stream)

TOMAS TULPE der workaholic vom Berliner Ostkreuz (da bin ich doch schon mal umgestiegen, als ich von Gesundbrunnen zur Alten Försterei mit der S-Bahn gesurft bin) schmeißt mittlerweile alle 2...

Weiterlesen

THE SPIRIT OF SKA - 30 JAHRE PORK PIE -

Wer hat an der Uhr gedreht? Sind es wirklich schon 30 Jahre? Oder wie Dr. Ring Ding im Geleitwort zu diesem Album schreibt: How time flew since I wrote a few humble words about the 20...

Weiterlesen

A GLOBAL MESS

A GLOBAL MESS Volume One. Das klingt nach Großprojekt. Was ist das eigentlich, A GLOBAL MESS? Globales Chaos ist die ungefähre wörtliche Übersetzung. Will sich da jemand den ganz...

Weiterlesen

RAWSIDE - YOUR LIFE GETS CRUSHED

Vor knapp zwei Jahren, beim “Teenage Warning“ - Festival in Leipzig im Felsenkeller, weit nach Mitternacht, kletterte eine Band auf die Bühne, auf die sich die Anwesenden, zumindest die die...

Weiterlesen