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ME FIRST & THE GIMME GIMMES - Have another Ball
Diese Band hat sich mittlerweile einen Bekanntheitsgrad auch jenseits der Grenzen des Punkrock erspielt, der jedes Wort über sie überflüssig zu machen scheint. Seit nunmehr 1995 beglücken sie uns mit Coverversionen und geistern in ihren eigenen (Haupt-) Bands auch ganz erfolgreich durch die Gegend. Und Erfolg haben die Gimme Gimmes mit ihrem Konzept des ausschließlichen Coverns mit einer All-Star-Bande auf jeden Fall. Mehr als eine Million verkaufter Alben stehen zu Buche, ganz zu schweigen von tausenden virtuellen Freunden usw. Also was soll man von diesem jetzt schon siebten full length Album erwarten? Haben se das Rad nun endlich neu erfunden? Nee, kann man wirklich nicht sagen. Und genau genommen haben sie hier auch gar nicht ihr siebtes Album rausgeworfen, sondern die ollen Kamellen, die auf das erste nicht mehr rauf gepasst haben, ausgegraben, weil die eben zu gut für’s Datennirvana waren. So weit so nett, ja doch ein nettes Album. Wer hat mal gesagt, dass nett der kleine Bruder von Scheisse ist? Ich jedenfalls nicht. Trotzdem bleibt unterm Strich eine Kopie der letzten Alben mit anderen Songs, sagen wir mal es wirkt etwas saft- und kraftlos. Da fehlt das entscheidende Quäntchen Power, der letzte Einsatz. Der Gesang kommt zu brav rüber und auch ansonsten ist das ganze dufte radiokompatibel. Ja hallo, da steht aber groß Punkrock drauf, dann will ich das auch haben. Zugegebenermaßen einige Songs gehen ordentlich nach vorne und überzeugen einigermaßen, aber nicht restlos. Die selbsternannte vollendete Punkrocksupertruppe (was für ein Wort) interpretiert die Songs eben nur so lala, hier mal etwas schneller, da mal ein wenig losgeballert, der Gesang immer schön im Melodiebogen. Dafür dass das Originalmaterial von den Jungs als beste Popsongs der jeweiligen Ära angesehen wird, denke ich, ist da Potenzial verschenkt worden. Aber wie alle Alben zuvor werden diejenigen, die die Gimmes lieben dies auch weiterhin tun und knarzige Typen wie ich werden wohl nie rankommen an die glatten Amis. Zur besseren Meinungsbildung hier mal die Songs, die sie durch den Wolf gedreht haben: Rich Girl, The Boxer (nicht schlecht), Country Roads (ich kann‘s echt nicht mehr hören, ein scheiss original und die xte Coverversion macht das Lied einfach nicht besser), I write songs, Sodomy (Daumen hoch), You’ve got friend (lalalalalalalala – heyho let’s go), Mahogany, Mother and Child Reunion (joah, das kann was), Only the good die young, Coming to america, The harder they come, D’ont let the sun go down on me (haach ja, schön schön). So, das war‘s auch schon. Das Vinyl kommt inklusiver der kompletten CD, det lob ick ma. Wem jetzt das Wasser im Munde zusammen läuft, kann ich nur empfehelen sich auf der Labelseite schlau zu machen, denn das Album ist schon seit Juli hier erhältlich. Auch auf der Page der Gimme Gimmes sollten Infos und Soundbeispiele zu haben sein.
Geschrieben von Jan am 11.09.2008, 00:00 Uhr
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