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Ceremony - Still nothing moves You
Ceremony aus dem Land wo Milch und Honig fließt, ähh ich meine den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Cover zeigt nur einen Ausriss von einem Bild und bringt mich auf keine Spur was mich erwartet. Eher schon das beiliegende Infoblättchen, das mich vorwarnt es würde knallhart zur Sache gehen. Na dann mal rein in den CD-Schlitz und Obacht! Der erste Track beginnt schön ruhig, der Bass baut bedrohlich Stimmung auf und die Einstimmung auf das was kommt, gelingt. Und dann bollern sie los was das Zeug hält. Der Gesang ist heiser und brüllt sich ordentlich die Lunge aus dem Brustkorb. Musikalisch voll eins in die Fresse kann ich nur sagen, selten hört man Bands, die so angepisst klingen. Der zweite Song bolzt sich durch nur 53 Sekunden und die Band hat mich schon auf ihrer Seite. Und es geht immer weiter, keine Atempause und ich glaube wenn der Sänger so weiter röchelt, ist die Platte spätestens ab dem fünften Lied instrumental. Zwischendurch nehmen sie immer mal wieder das Tempo raus, wodurch es insgesamt ziemlich düster klingt. Aber gerade die absolut kurzen, einfach rausgerotzten Songs transportieren eine Menge Energie, die nicht nur von der Geschwindigkeit der Songs getragen wird, sondern lebt. Und das sind bei weitem die meisten Songs auf der Platte. Im beiliegenden Blättchen sind die Texte abgedruckt, die bedingt durch Tempo und Sound etwas kürzer ausfallen und recht abstrakt gehalten sind, wenn ich es richtig übersetze schwingen jedoch sowohl persönliche Noten (als Beispiel vielleicht ein Textauszug aus entropy: can’t find myself when there is nothing to find) als auch sozialkritisches mit. Insgesamt verstärkt sich der Eindruck des düsteren mit jedem Hören, Kraft und Energie bleiben. Die Befürchtung ab dem sechsten Lied nur noch Gitarre, Schlagzeug und Bass zu hören erweist sich dann auch als unbegründet, stattdessen wird zwar mal wieder musikalisch auf die Brems getreten im 10. und 11. Lied, dann aber auch wieder das Gaspedal voll durchgetreten. Auch die 80er Jahre sind an den Jungs nicht spurlos vorübergegangen, was man ihnen phasenweise ganz gut anhört. Unter dem Strich bleibt ein eigenständiges, düsteres, schnelles Album, das dem Hardcore zugetan ist und auch hier und da mal in andere Gefilde schnuppert. Doch, ich würde auf jeden Fall mal rein hören bei Myspace oder auf der bandeigenen Homepage. Auch ihr Label wird euch einen Besuch bestimmt nicht übelnehmen. Rausgekommen ist das Ding schon am 22. August 2008 , also sollte es mittlerweile gut zu bekommen sein.
Geschrieben von Jan am 16.09.2008, 00:00 Uhr
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