» Übersicht
» Neuigkeiten
» Reviews
» Interviews
» Konzertberichte
» Links
» Suchen
» Kontakt
» Über uns
» Datenschutz
» Impressum
STROM - ZWISCHEN DEN STÜHLEN
Weitere Informationen:
http://www.strom-dieband.com/
http://www.myspace.com/stromdieband
STROM aus Berlin waren vor ein paar Jahren zumindest in der Hauptstadt eine nicht unbekannte Größe geworden. Das lag daran, dass die Band mit Sabine eine traumhafte Drummerin am Start hatte. Technisch einfach brillant. Es lag aber auch am charismatischen Sänger Highko, der nicht nur auf der Bühne absolut Gas gab, sondern auch von einem gewissen Rudi Schenker eine Flying V geschenkt bekommen hat. Wie schafft man das? Nun, durch Penetranz und durch einen Song “Flying V“. Super Promo hat die Band damals bekommen und waren ein Tipp in der Szene.
Lange war es ruhig um die Band. Drummerin Sabine ist ausgestiegen, Ersatz wurde gefunden, Highko fand andere Bands, bei denen er als Tourmusiker unterwegs war. Jetzt aber ist das zweite Album fertig, es hört auf den Namen “Zwischen den Stühlen“. Dreizehn Songs wurden im Studio von Tom Schwoll ( u.a. Gitarre bei DIE SKEPTIKER ) eingespielt.
Das Album hat eine klarere Struktur als das Vorgängeralbum “Nr. 1“. Der Sound ist eine Mischung aus sehr poppigen Punkrock, 80er Jahre Punk, als Punk noch Punk und 16-Spur-Aufnahmen ein Luxus waren und Deutschrock. Die Band hat den Titel schon richtig gewählt. Mit dem Sound sitzen sie zwischen den Stühlen. Die Songs sind textlich zwar leicht bekömmlich aber schon dann und wann schwer zu verdauen. Die Strukturen sind oft einfach. Reime sind häufig, aber manchmal fragt man sich, was Highko mit den Texten ausdrücken will. Das fängt schon beim ersten Song “Liebeskummer am 1. Mai“ an, der nur fragmentarisch über den Autoverkehr am 1. Mai in Kreuzberg handelt. Mehr friedlich als kämpferisch. Mehr künstlerisch als realistisch. Nicht verkopft aber irgendwie sind die Texte nicht immer leicht greifbar, und so fällt eine Einordnung schwer. Was macht die Band genau?
Was will sie einem sagen? Und wenn dann noch Songs wie “Wir sprechen deutsch“ zu hören sind, dann frag ich mich, ist das Satire oder ernst gemeint. Man bleibt im Unklaren.
Es ist nicht leicht, das Album zu hören, auch wenn einige Songs durchaus Hitpotenzial haben, wie z.B. “An der Bar“, “Pfoten Weg“, “Paul“ oder“Leck mich“. Der Refrain ist fantastisch. Werde ich Morgen auf Arbeit gleich mal ausprobieren.
Insgesamt hinterlässt die Scheibe einen sehr zwiespältigen Eindruck, den sie auch nach mehrmaligem Hören nicht verliert. Bei dieser Scheibe ist der Name tatsächlich Programm.
Geschrieben von Frank am 11.01.2010, 00:00 Uhr
Kommentieren
Weitere interessante Reviews
ZSK - FEUER & PAPIER
ZSK haben es wieder getan. Die Berliner bringen mit “Feuer & Papier“ ein neues Album heraus, was vom Titel die gleiche Architektur wie das letzte Album hat. “Hass Liebe“ benannte zwei...
Slime - 3!+7hoch1
Es gibt Bands, die altern wie ein guter Whisky: Sie werden komplexer, gewinnen an Tiefe, verlieren aber nichts von ihrer Schärfe. Und dann gibt es Bands wie SLIME – die mal kein Whisky,...
DANNY BRYANT - NOTHING LEFT BEHIND
DANNY BRYANT ist am 26.07.1980 geboren und hat in seiner musikalischen Karriere bereits 16 Alben veröffentlicht. Das ist eine Menge Holz. Jetzt kommt Album Nummer 17, welches auf den Namen...
APÉRO - Cold Drinks, Cool Snacks (Tape)
Eine interessante Band aus Hamburg und Sénas (das liegt zwischen Marseille und Avignon) habe ich nun auf meinen Ohren. APÉRO präsentieren mir ungewöhnlichen Minimal-Electro-Punkrock der...
BOOZE & GLORY - whiskey tango foxtrot (CD/LP)
„Whiskey Tango Foxtrot” – WTF – What The Fuck – „Whiskey Tango Foxtrot”, das neue Album der englischen Oi!-Streetpunk-Band BOOZE & GLORY zeigt sich gewohnt kurzweilig, ruck-zuck...
THE WALTONS - IT´S CHRISTMASTIME
Zu Weihnachten immer die gleichen Lieder? Das muss nicht sein! Endlich gibt es Abhilfe zu den schnöden Weihnachtsliedern der Kirchenchöre. THE WALTONS haben sich die Weihnachtsmütze auf...
