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DOWN BY THE KÖTTELBECKE - SO LANGE ES GEHT
Weitere Informationen:
http://www.downbythekoettelbecke.de/
http://www.myspace.com/downbythekoettelbecke
Da meldet sich doch vor ein paar Tagen Peter Blümer himself bei mir um mir seine neue Band vorzustellen und mir auch gleich die Debut-EP zu kommen zu lassen. Das hat mich sehr gefreut und neugierig gemacht. Schließlich war Peter Blümer Mitglied der leider nicht mehr existierenden Deutschpunkband HASS. 2007 gab es noch eine Abschiedstour. Die großartige Band HASS mit der ich nicht nur aufgewachsen bin, sondern auch die ich immer wieder höre und deren oft tiefgründigen Texte immer noch aktuell sind. Vielleicht sogar aktueller den je.
So war es schwierig für mich, diese Erinnerungen komplett
wegzuwischen, und die neue Band DOWN BY THE KÖTTELBECKE unvoreingenommen zu betrachten. Das geht eigentlich gar nicht. Die Gesangsstimme erinnert permanent an HASS und auch die Songs sind von der Struktur sehr an die Songs von HASS angelehnt. Peter Blümer hatte dort auch fast alle Texte und die Musik geschrieben. Also, kein Wunder.
Der erste Song der EP “Pottsau“ ist ein eingängiger Anfang. Ein Song der ein Loblied auf den Ruhrpott und auf seine Leute ist. Die Jungs kommen ja schließlich aus Dortmund, kennen und lieben ihren Pott. Ein Song geht gut rein und spätestens in den letzten Sekunden singt man den Refrain munter mit. Und wer ist nicht manchmal (gerne) eine Pottsau?
Der zweite Song “Nicht auf mein Schiff“ geht sehr in Richtung HASS. Textlich, thematisch und auch von der Struktur. Es geht gegen Nazis, allerdings ist der Refrain ein bisschen naiv, was der ganzen Sache die Ernsthaftigkeit nimmt. Schade, den ansonsten gibt es bei diesem Lied nicht viel zu meckern, nur eine Sache macht mich nachdenklich, warum ist auf dem Dingi ( kleines Beiboot ) auch Platz für den Papst? Punk und Religion? Das ist doch wie der Teufel und das Weihwasser, das geht gar nicht!
Der nachfolgende Song “So lange es geht“ erinnert auch wieder sehr an HASS. Der Text ist melancholisch, traurig, perspektivlos…und dann kommt die Zeile “Doch wenn du sagst, dass du mich liebst, mache ich weiter so lange es geht“. Eine Zeile die zu Herzen geht und die wohl jeder Punk nachempfinden kann, wenn es mal wieder nicht weiter zu gehen scheint. Ein Liebeslied, welches zeigt, dass die Liebe stärker ist als die grausame Welt da draußen.
Danach ist noch der Song “Ganz normale Leute“ erwähnenswert, der eine messerscharfe Analyse der grauen Masse und der so genannten “normalen Leute“ ist. Treffend, schockierend und wahr. Die wahren Freaks sind die mit Reihenhaus, Kind und Hund.
Die Songs “Silver Surfer“ und “Der Mann der zuviel wusste“ sind die schwächeren Songs der Scheibe, jedoch sind sie defintiv keine Ausfälle.
Insgesamt ist die EP “So lange es geht“ eine gute, intelligente Scheibe, die weniger Punk als HASS verspricht, sich aber textlich auf sehr hohem Niveau bewegt. Eine ordentliche Portion eigene Identität ist allerdings von Nöten, wenn die Band nicht nur als Nachfolgeband von HASS angesehen werden will.
Geschrieben von Frank am 12.10.2010, 00:00 Uhr
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