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Korsakow - Knutsch mich
Weitere Informationen:
http://www.korsakowrock.de/
Korsakow ist nicht nur ein Synonym für eine Amnesie bei Alkoholikern, sondern auch eine durchaus ansprechende Rockband aus Düsseldorf, die es geschafft hat, mich mit Wortwitz, Selbstironie und natürlich mit handwerklichem Können zu überzeugen.Ein riesen Plus auch an die Produktion, die wirklich Spass macht und das Hören auf jeder Anlage zu einem echten Vergnügen werden lässt. Und für diese Worte musste ich noch nicht einmal bezahlt werden. Natürlich ist das Artwork der CD stark gewöhnungsbedürftig, wenn ein zersauster 30-Tage-Bart dich in Front anschaut und die unerotischen Lippen sich zu einen Kussmund formen - aber mal ehrlich meine lieben Freunde, es zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht! Und mal ganz unter uns; ich will ja die Musik hören und nicht mit der Band ins Bett. Der Titeltrack „Knutsch mich“ schafft es auf jeden Fall direkt, sich im Kleinhirn festzusetzen. Mehrstimmiger Refraingesang, schöne melodiöse Gitarrenhooks und ein rotziger Gesang, der die nötige Härte in sich hat. Ein Stück, was ansatzweise an die Amiband „Born to Lose“ erinnert. Ein guter Soundtrack zum kommenden Frühling, der dazu animiert, die Boxen aufzudrehen und mit zu gröhlen.
Jetzt hätte ich mir gewünscht, das es musikalisch so weitergeht, weil ich gerade so richtig in Stimmung gekommen bin, aber „Konjunktiv“ zieht direkt die Bremse, was erst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Aber es ist eine gelungene Nummer, weil sich die zuckersüßen Melodien echt im Ohr festsetzen, und das, meine Damen und Herren, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte CD. Jeder Song hat einfach Ohrwurmcharakter. Man möchte mitsingen, feiern, den Kopf schütteln. Den Alltag einfach mal hinter sich lassen. Textlich immer zwischen Sinn und Unsinn, was hier aber nicht von Bedeutung ist, weil man merkt, dass hier Jungs dahinter stecken, die als Einheit auftreten. Etwas emotionaler wird es dann bei dem Stück „Kälte“, was zu meinen Highlights gehört, weil es textlich einfach top ist. Leicht balladesk gehalten, aber Sänger Dörk holt alles aus seiner Stimme heraus und haucht so diesem Stück Leben ein.
Also kurzum…12 Stücke zwischen Stadiongegröhle und Emotionalität mit einigen Highlights. Eine CD, die mich durchaus begeistern kann und bei der ich aufpassen muss, nicht in Lobeshymnen auszubrechen.
Kaufen lohnt sich…aber LIVE ist das bestimmt Rakete.
Geschrieben von chinawild am 01.04.2011, 00:00 Uhr
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