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Aiden - Disuises

Aiden - Disuises

CD Victory Records 29.03.2011
  6 / 10

Weitere Informationen:
http://www.aiden.org/
http://www.myspace.com/aiden



Aiden – Disguises.


Ich muss zugeben, das ich erst mal ein wenig in der Unendlichkeit des Internets nachschauen musste um zu wissen auf was ich mich da einlasse.
Ich habe diese Band zwar schon gehört, aber irgendwie sind die an mir vorbeigezogen. Also kann ich gänzlich unbefangen an diese CD ran gehen.



Die musikalische Marschrichtung soll laut Bandinfo eine Mischung aus Horrorpunk und Post Hardcore sein, was mich persönlich sowieso abschreckt, weil es stupides Schubladen Denken ist, was den Hörer, bzw Leser in den meisten Fällen sowieso auf die falsche Fährte führt.


Und hier mein ganz eigener Eindruck zu der CD.



Als Opener fungiert ein geil produziertes absolut fettes „The Devil Eyes“ was wohl die gesamte Marschrichtung angibt. Böse Gitarren, ein tiefer Bass und ganz viel Melodie, der teilweiße an klassischen Heavy Metal a la Blind Guardian oder Gamma ray erinnert. Nur etwas Böser!!!

Also auf geht’s. „Horror Queen“ bricht direkt durch, und kommt trotz der Klischee Horrortexte sehr sympathisch rüber. Leichte Screams, relativ klarer melodischer Gesang, durch den Frontmann Will Franciss, der stetig bemüht ist, nicht an Härte und Rotz zu verlieren.


„Malevolent Conversion“ der zweite Track der CD knüpft nahtlos an und erinnert immer mehr an „My Chemical Romance“ was überhaupt nicht negativ gemeint ist. Mehrstimmiger Gesang, gute Arrangements und natürlich wie es sich gehört, alles sehr fett und hitverdächtig produziert. Und genau da liegt bereits beim dritten Stück die Schwachstelle. Es klingt einfach nicht ehrlich, Es klingt nach der großen Masse. Aber wir wollen ja nicht voreilig urteilen.
Mit dem nächsten Stück kommt auf jeden Fall ein musikalisches Meisterwerk was mich komplett aus den Latschen haut, „A Portrait Of The Artist“ strotzt hier nur so vor Ideen und ganz großes musikalisches Schaffen. Und ich muss sagen das mir die Stimme von Stück zu Stück immer besser gefällt.


Bei „Shine“ wird dann auch mal eben der Pop-Punk ausgepackt, was mich dann wieder direkt zurückrudern lässt, denn man sollte dann schon der Lage sein, eine gewisse Richtung bei zu behalten. Hier wurde mal wieder ein „HIT“ produziert, der es vermutlich auf die Mainstage von Rock am Ring schafft, wo dann 300.000 den Refrain mitgröhlen, und die Freizeit Rocker 10 Minuten nach dem Set wieder SIDO hören. Ein Album für die Massen mit guten Ideen und guten Ansätzen, aber wir haben ja noch nicht alles gehört.



Und so geht es leider nahtlos weiter. Jeder Song hat großes Hitpotential, jeder Song ist sehr gut produziert und arrangiert.
Hier steckt halt weniger die Liebe zur Musik, sondern eher die Liebe zum Erfolg. Und daher kommt es trotz allen Aufwand, der hier betrieben wurde unehrlich rüber.

Ein Album was nach einmaligen Hören, gemischte Gefühle hinterlässt. Jetzt hab ich es...Es ist einfach Radiotauglich, Cabriotauglich...und auf meine Stadt Düsseldorf bezogen, sogar Königsallee Tauglich.
Schade ich hatte mehr erwartet, aber dieses Album wird bestimmt an die 7.500.000 Kaüfer finden.


Geschrieben von chinawild am 20.04.2011, 00:00 Uhr


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