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DIE DORKS - SERVUS, GRUEZI & K.O.
Weitere Informationen:
http://www.diedorks.de/
http://www.myspace.com/diedorks/
“Mia san a Punkband aus Scheiß-Bayern…“
Das sind DIE DORKS. Eine noch junge Punkband aus Süddeutschland.
Das Cover ist schon nah an der Schmerzgrenze, und wer den ersten Song hört, der denkt sich wohl, hier wird er richtig verarscht. Aber nee! Das gab es doch schon bei den Ärzten mit dem großartigen “Wenn es Abend wird…“.
Um das also auf den Punkt zu bringen, der erste Song ist extrem Punkrock und schockt. Hört ihn euch selber an. Das ist echt ganz großes Kino. Wenn der Silbereisen das hören würde, würde der garantiert nicht mehr unkontrolliert (ich schreibe nicht spastisch, denn das würde Menschen mit Behinderungen ungerechtfertigt beleidigen) rumhopsen, dem würde die Kinnlade ausleiern. Mit “Servus, gruezi und K.O.“ haben DIE DORKS einen Spitzensong geschaffen, der in Punkkreisen, besonders in Bayern, sicher zur nächsten Hymne wird.
Danach geht es im bekannten Punkgewand weiter. Schneller, schrammeliger und irgendwie doch sehr eingängiger Punkrock in deutscher Sprache bieten DIE DORKS um Sängerin Lizal.
Die Dame am Mikro macht mit ihrer rauen, fast räudig klingenden Stimme eine Menge her. Man muss sich zwar ein bisschen auf die Stimme einhören, aber das Ohr gewöhnt sich schnell daran, und dann machen DIE DORKS echt Spaß.
Die Combo hat auch die schöne Tradition der Volxmusik wieder aufleben lassen und schreiben Volk mit X, also z.B. Volxmusik oder Volxfürsorge. Die etwas älteren Generationen können sich bestimmt noch daran erinnern, dass es in der späten Funpunkphase normal war, alles was mit Volk begann mit einem X zu versehen, um somit zu provozieren und sein Andersein zu zeigen. Volxmusik war nichts anderes als Funpunk.
Das die Band aber nicht nur unreflektiert durch die Gegend läuft, wie jetzt einige vielleicht denken, sondern in ihren jungen Jahren durchaus schon Erfahrungen gesammelt haben, zeigt der Song “Zivilbullentango“ der zumindest textlich richtig gut ist, und auf die Unterwanderung der Szene durch die Polizei hinweist. Also immer schön Leute meiden, die doofe Fragen stellen, kein Bier trinken und keine Kippen haben.
Ja klar, es wird polarisiert und man ist provokant. Aber genau das ist Punk!
Textlich hat die Band da einiges im Köcher, aber leider ist die Musik über die volle Länge des Albums gesehen nicht ganz so gut, wie die Texte der Band.
DIE DORKS bieten hier feinsten Asi-Punk mit brachial-asozialen und teils auch
fäkalorienterten Texten (was die alles zuscheißen wollen, Mann o Meter) und finden für sich eine eigene Nische, zwischen Eisenpimmel, Lokalmatadoren und dem eigenen bayerischen Horizont.
DIE DORKS haben auf jeden Fall das Potenzial richtig aufzumischen.
Geschrieben von Frank am 20.07.2011, 00:00 Uhr
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