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Basanos - Cracking The Sledge
Weitere Informationen:
http://www.basanos.net/
http://www.myspace.com/basanosband
Die neueste Scheibe von „Basanos“ wurde als „wütend“ beschrieben, als ich den Link zur Hörprobe vor mir liegen hatte. In etwa so wütend, wie es schon die Administratoren bei mir sind, da ich bei dieser Band noch ziemliche Schwierigkeiten hatte, sie richtig einzuordnen (und das Review somit immer aufschieben musste). Aber nun soll es nach schier endloser Warterei endlich soweit sein: „Basanos“ finden endlich ihren Weg in die Welt von Ramtatta!
Der Bandname leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bedeutet sowas wie „Sklavenfolter“. Dass man also keinen fröhlich-feuchten Pop-Punk erwarten darf, sollte nicht verwunderlich sein. Das „wütende“ Album stammt von einer „Groove Metal“-Band, was auch immer das heißen soll. Da ich von Groove nicht allzuviel verstehe, kann ich höchstens die erfreuliche Bestätigung an alle Fans abgeben: Es klingt verdammt nochal nach Metal!
Wer einem betrunkenen Biker schon mal sein Bier abgeluchst hat, der wird wissen was ich meine: Mittelmäßige Geschwindigkeit, dunkles Getöse und Gebrüll/Gegröhle ohne Ende. Das haben die Groove-Metaler ebenfalls zu bieten, wobei sie auch noch mit einer gelungenen Musikkulisse aufrollen: Harte und aggressive Gitarrenriffs, ein kaum hörbarer Bass (aber teilweise dennoch so etwas wie „tiefe Stimmung“ vernehmen lässt) und natürlich ein fleißiger Schlagzeuger, der die Double-Base zum besten Freund zu haben scheint. Wenn es denn mal ordentlich zur Sache geht, dann wird fleißig und ausgiebig rumgetrommelt.
Komischerweise bleibt die Geschwindigkeit des Albums – mit ein paar Ausnahmen – im mittelmäßigen Bereich. Es wird hier mehr Wert darauf gelegt, dass bestimmte Momente während des Liedes mit Ach und Krach vorangetrieben werden. Es scheppert und knallt regelmäßig und „Basanos“ verzichten darauf, das Lied in eine viel zu schnelle Achterbahnfahrt ausarten zu lassen, wie ich es schon oft von Genre-Vertretern dieser Richtung gewohnt war. Damit nähern sich die Jungs meines Erachtens eher dem Hardcore an. Klingt gut!
Besondere Beachtung finden hierbei besonders „Feed Us“, „Now“ oder „Break The Oath“, die wirklich mit gutem Gesang und auch toller Geräuschkulisse das Oberstübchen aufräumen.
Aber genau so wie bei betrunkenen Bikern, so findet man auch bei „wütenden“ Alben immer ein paar kleine – und zwar keine unbekannten – Mängel, die das Vergnügen etwas trüben. Auf der einen Seite findet man unappetitliche Barthaare in seinem Bier wieder und auf der anderen Seite lässt das altbekannte Gefühl grüßen, dass das ein oder andere Lied doch ziemlich ähnlich klingt. Und das wiegt in diesem Falle ziemlich schwer. Denn die Sklavenfolterer präsentieren lediglich 11 Stücke, bei denen zu starke Ähnlichkeiten unter den Liedern zu einem Desaster führen können. Die Lieder mögen zwar alle eine ordentliche Laufzeit haben (zwischen drei und fünf Minuten ist alles dabei), aber durch die geringe Anzahl könnte sich ein zu hoher Wiedererkennungswert ganz übel an den Musikern rächen. Glücklicherweise wird dieser Fehler jedoch durch die Tatsache ausgeglichen, dass eben dieser Effekt nur vereinzelt auftritt, da jedes Lied an und für sich seinen eigenen Wiedererkennungswert hat. Das gilt zumindest für jene, die halbwegs mit Metal-Musik vertraut sind und halbwegs fehlerfrei (mindestens 3 Fehler sind erlaubt) „Metal“ schreiben können.
„Cracking The Sledge“ mag zwar keine musikalische Offenbarung sein, aber es reicht alle mal, um die Lust auf Blut beim Pogo zu wecken. Die Härte und Intensität des Silberlings dürfte zwar der Normalbevölkerung sauer aufstoßen, aber der „anormale Rest“ dürfte seinen Heidenspaß haben, die Lautsprecherboxen voll aufzudrehen. Tolle Platte!
Geschrieben von ChaosZx2 am 20.10.2011, 00:00 Uhr
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