Design wechseln

Start » Reviews » TEN SECOND EPIC - BETTER OFF

TEN SECOND EPIC - BETTER OFF

TEN SECOND EPIC - BETTER OFF

CD Hassle Records 14.10.2011
  6 / 10

Weitere Informationen:
http://www.myspace.com/tensecondepic
http://tensecondepic.com/


Es wird Herbst. Die Blätter fallen von den Bäumen. Kalter Wind zieht durch die Straßen und der Himmel bleibt immer öfter grau.

Es ist die Zeit in der man es sich wieder gemütlich macht zu Hause. Vielleicht auch das Jahr Revue passieren lässt und schon eine erste Bilanz zieht.

Irgendwie passt genau in diese Stimmung die neue Scheibe von TEN SECOND EPIC aus Kanada. Die Band sieht sich allerdings nicht unbedingt als Förderer der Stimmung sondern eher als Punkband. Für mich ist das maximal die Basis der druckvolleren Songs. Die Band aus Kanada hat allerdings mit zunehmender Spielzeit des Albums mehr und mehr Lieder die einen in eine gewisse Traumreise mitnehmen.

Den Anfang von “Better Off“ macht das krachige “Young Classics“, was definitiv seine Wurzeln im Punkrock und im melodischen College-Rock hat. Der Song klingt nach erwachsenem College-Punkrock mit leichtem Emo-Touch. Ein Lied das gut reingeht und beim Hören Spaß macht. Durch Breaks, Änderungen des Gesangsstils und einem variantenreichen Gitarren-und Schlagzeugspiel klingt der Song dennoch nicht wie schon tausend Mal gehört. Ein klassischer Opener eines Albums, der neugierig auf mehr macht.

Schon beim dritten Song “Runaway“ wird das Tempo gedrosselt. Dieses Lied ist im angenehmen Midtempo gehalten. Es geht hier mehr in die Emo-Ecke, was vor allem am Schlagzeugspiel liegt. Es ist ein Song der so, oder so ähnlich, schon oft im Radio gelaufen ist. Kein schlechtes Stück, aber nichts was in irgendeiner Weise neu oder innovativ ist. Standardkost möchte man sagen.

Der titelgebende Song ist Nummer 4. Dieser geht genau die gleiche Richtung weiter, die der vorhergehende Song eingeschlagen hat. Hier ist schon deutlich erkennbar welche Richtung die weiteren Songs einschlagen. Die Basis ist in gewisser Weise schon noch Punk, wobei hier nicht das rebellische, laute und ungestüme des Punkrock zu nennen ist, sondern maximal das druckvolle des Punkrock.

TEN SECOND EPIC gehen mit der zweiten Hälfte in Richtung erwachsenem, lebenserfahrenem College-Rock. Das geht gut ins Ohr, lässt einen, wie schon am Anfang gesagt, auch mal träumen und ist ordentlich gemacht.

TEN SECOND EPIC machen nicht Post-irgendwas sondern haben einen eigenen Stil, der gerade zum Herbst gut passt und so schön wie der letzte Song “Northstar“ ausfadet, war schon lange kein Ende eines Albums mehr.


Geschrieben von Frank am 26.10.2011, 00:00 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

Lord Bishop Rocks - Tear Down The Empire

Geiler Typ, wie konnte der so lange unter meinem Radar fliegen? Über 30 Jahre rockt LORD BISHOP schon, war unterwegs mit Superstars der harten Stromgitarren und ist auch äußerlich ein...

Weiterlesen

TEENAGE BOTTLEROCKET - READY TO ROLL

TEENAGE BOTTLEROCKET bringen mit “Ready to Roll“ nach 25 Jahren Bandgeschichte ihr zehntes Studioalbum heraus. Die Band aus Wyoming ist eine der Bands die die abebbenden...

Weiterlesen

DR. DREXLER project - Neoliberale Kackscheiße

Beim ersten Hören des Albums habe ich gedacht, dass ich in einer Zeitkapsel auf Reisen geschickt worden bin. Die Kapsel hat mich direkt in eine Zeit katapultiert in der NDW auf experimentellen...

Weiterlesen

THE AUTOCRATICS - NO TIME TO WASTE

THE AUTOCRATICS sind eine japanische Ska-Band die sich 2007 in der Hauptstadt Tokio gegründet haben. Die Ska-Szene ist eng vernetzt und Entfernungen spielen keine Rolle,. So haben die Japaner...

Weiterlesen

THEILEN - niederbrennen weitermachen (LP / Stream)

Gut das es heutzutage noch junge kreative Punkrockbands gibt, die ihr eigenes Ding machen und auf den Mainstream scheißen… So wie es Fritz Theilen gemacht hat, der seinem HJ-Jungzugführer in...

Weiterlesen

ZSK - FEUER & PAPIER

ZSK haben es wieder getan. Die Berliner bringen mit “Feuer & Papier“ ein neues Album heraus, was vom Titel die gleiche Architektur wie das letzte Album hat. “Hass Liebe“ benannte zwei...

Weiterlesen