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Five Feet High And Rising - The Alpha & Omega
Weitere Informationen:
http://www.myspace.com/fivefeethighandrising
http://de-de.facebook.com/ffhar
Die Weihnachtszeit ist vorbei, die Ruhe beginnt langsam der Alltagshektik und dem allgemeinen „Ich bin heut bedient“-Gedanken zu weichen und alle beginnen von ihrem Heuchel-Trip wieder herunterzukommen. Eine perfekte Gelegenheit also, um ein Album der härteren Gangart ranzunehmen: „The Alpha & Omega“ von „Five Feet High And Rising“, geschmückt mit einem schönen Sonnenuntergans-Cover. Noch mehr „Anti-Weihnachtsstimmung“ geht schon fast nicht mehr. Hurra!
Der Name mag zwar lang sein, aber sagt in dem Falle nichts über den Umfang der CD aus. Gerade mal fünf Titel (aber mit ordentlicher Laufzeit: 23 Minuten lang soll der Spaß dauern) haben einen kuscheligen Platz auf dem Silberling gefunden. Aber da die Menge nicht unbedingt etwas über die Qualität aussagt, sollte man schon mit einer positiven Einstellung an die Sache herangehen.
Und siehe da: Die ersten Sekunden überzeugen bereits mit einer qualitativ sehr hochwertig klingenden (es wird ein „namenhafter Produzent“ namens „Florian Nowack“ genannt) Hardcore-Kulisse. Neben den üblichen Instrumenten wie Schlagzeug, Gitarre, Bass oder Stimmbändern, fügen sich auch noch Klänge eines Synthesizers ein, die mich stark an Rammstein oder Tasters erinnern. Diese atmosphärischen Klänge fügen sich hier auch sehr gut ein, erweitern die harten Saiteninstrumente und die fleißigen Double-Base-Einsätze in angemessenem Umfang und hauchen der eigentlich-aggressiven Stimmung noch etwas „Melancholie“ oder „Verzweiflung“ ein. Schön!
Die Stimme ist ja eigentlich immer der Punkt, an dem guter Hardcore entweder richtig aufblüht oder gnadenlos scheitert. Glücklicherweise haben wir hier wieder einen Fall, in dem das Shouting (Also „Gebrüll“) gut gelungen ist. Da die fünf Jungs aus Alfeld (kennt sicher jeder von euch) auf dem Papier noch sehr jung aussehen, hat das Ganze sogar noch einen gewissen „Jugendlichen Klang“, der verdammt gut einschlägt. Irgendwie trifft "aus semi-tiefster Kehle" ziemlich gut, um das passend zu umschreiben. Es wirkt roh und ungeschliffen, wie der Punkrock nun einmal sein soll! Aber es gibt auch eine Schattenseite: Der Gesang. Mir kommt es so vor, als ob dieser „Schrei-Sing“-Mix - anders, als bei vielen anderen Bands dieses Genres – die ganze Szene zu überfluten droht. Nicht, dass sich das unbedingt schlecht anhören würde, aber man merkt schon, dass eine Veränderung diesbezüglich stattfindet (oder, dass ich einfach auf der falschen Seite der HC-Erdkugel gelebt habe). Dass dementsprechend auch die allseits beliebte „Einschienen-Politik“ betrieben wird, sollte ebenfalls einleuchtend sein. Aber aus Gewohnheitsgründen werde ich diesmal nicht näher darauf eingehen.
Der Gesang jedenfalls – auch wenn er bei einigen Genre-Vertretern sehr gut klingt –verschuldet hier ein ziemliches Manko. Er fügt sich nicht wirklich in die harten und rauen Klänge ein und wirkt fehl am Platze. Nebenher scheint es so, als ob der Frontmann Probleme damit zu haben scheint, denn die Mühe macht sich in Form von „Schieflagen“ in der Stimme bemerkbar. Die Idee dahinter ist lobenswert und wäre auch gut rübergekommen, aber hier besteht noch etwas Nachholbedarf. Oder Streichbedarf. Je nachdem.
Prinzipiell haben wir hier aber eine kleine, aber feine Platte, die einen überdurchschnittlichen Unterhaltungsfaktor hat. Die wenigen Tracks kreide ich den Jungs nicht an, denn ich erwarte, dass das „richtige“ Album erst noch kommen wird. Ich reihe die CD hier nämlich in die Kategorie „Preview in manifestierter Form“ ein. Man darf also gespannt sein.
Bleibt also dran, ihr Alfelder!
Geschrieben von ChaosZx2 am 28.12.2011, 00:00 Uhr
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