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ANTI FLAG - THE GENERAL STRIKE
Weitere Informationen:
http://www.anti-flag.com/?lang=de
http://www.myspace.com/antiflag
Die wahrscheinlich politischste Punkband aus den USA meldet sich mit ihrem achten Studioalbum zurück. Bei ANTI FLAG denkt man sofort an politische und sozialkritische Lieder, an politische Aktionen an denen sich die Band vor allem in Europa beteiligt hat und an den Anspruch es richtig zu machen.
Das die Welt sich seit Obama nicht unbedingt zum Besseren verändert hat, dürfte jedem klar sein, demzufolge erwartet man von ANTI FLAG auch nichts anderes als den Finger in die Wunde zu legen und in drei Minuten so viel Aussage in einen Song zu packen, dass man erstaunt ist, warum Politik nicht auch so einfach funktioniert.
ANTI FLAG starten auf “The General Strike“ genauso wie man es erwartet. Die erste Zeile des Albums lautet “Destruction, do it again“ und man weiß, hier ist ANTI FLAG wie man sie kennt und liebt. Der erste Song kommt im fast fluffigen, melodischen Punkrockgewand daher, der mit etwas zahmeren Gitarren wahrscheinlich sogar bei Radio Energy gespielt werden könnte. Und das ist genau der Punkt warum ANTI FLAG auch mal bei Sony waren. Der eingängige, gefällige und technisch brillante Sound hat dieses große Majorlabel überzeugt.
Der zweite Song hat dann aber mehr Rauheit, und geht in Richtung melodischen Streetpunk mit einer kleinen Prise Oi. Das ist für das, was man von der Band erwartet erstaunlich hart.
Der dritte Song kommt dann im härten melodischen Punkrockgewand daher, zu dem wahrscheinlich viele Radiostationen nicht greifen würden.
Es ist der neue Sound der Band. Er ist härter, genauso melodisch wie bisher und vielleicht sogar noch einen Tick abwechslungsreicher als bisher. Es ist der Sound den die Band als Soundtrack zu ihren nach wie vor kritischen Texten gewählt hat.
Wenn man sagen würde, dass der Ton die Musik macht und die Härte von irgendwas kommen muss, dann kann ich nur sagen, dass es harte Zeiten sind, in denen wir leben. Zeiten, in denen Versprechen täglich von der Politik gebrochen werden. Zeiten in denen Menschen verhungern. Zeiten in denen Menschen unter unwürdigen Bedingungen und zu geringsten Löhnen arbeiten müssen ( auch in Westeuropa ). Zeiten in denen wir weiterhin die Umwelt zerstören. Zeiten in denen die Gier der Menschen über alles steht und nur der Schein von Demokratie noch besteht. So was kommt von so was.
Über all das singt ANTI FLAG wie eh und je. Man muss der Band dankbar sein, dass sie nicht müde wird, immer und immer wieder das gleiche zu singen. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen der zermürbt.
Für alle Menschen noch Kraft haben und ihren Denkkasten noch am Laufen haben, für all diese ist diese Scheibe der Soundtrack ihres Lebens.
Anspieltipps:
The Ranks of the Masses Rising
Broken Bones
Controlled Opposition ( 22 Sekunden, Hardcore der alten Schule ! )
Geschrieben von Frank am 08.03.2012, 00:00 Uhr
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