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cllhn - ll
Weitere Informationen:
http://de-de.facebook.com/cllhn
http://www.myspace.com/cllhn
Die Gedanken- und Gefühlswelt einiger Leute würde ich wirklich gerne mal näher kennen lernen. Dann käme ich sicherlich auf das eine oder andere nützliche (oder schmutzige) Geheimnis, das mich in irgendeiner Art und Weise vielleicht bereichern könnte.
Dann könnte ich vielleicht das unglaubliche Rätsel aufklären, welches gerade um die Band „cllhn“ und ihrem ähnlich einfallsreichen Album-Namen „I I“ (das soll eine römische 2 sein, glaube ich) grassiert. Was haben die sich dabei bloß gedacht? Ich nehme einfach mal an, dass sie es selber nicht wissen und starte völlig gedankenbefreit die lustige Fahrt in die lustige Welt von „cllhn“.
Bei den Dresdenern handelt es sich um kompromisslosen und vor allem etwas „jugendlicheren“ Hardcore. „Jugendlich“ nenne ich es aus dem Grund, weil es zwar Gebrüll und Geschrei en masse gibt, aber die typische Härte und „Tiefe“ (oder sagen wir besser: Volumen) vermissen lassen. Das heißt aber nicht unbedingt etwas schlechtes, das Genre kann durchaus einige Exoten in ihren Reihen gebrauchen.
Instrumental ist eigentlich alles relativ bekannt. Die typischen Krachmacher Gitarre, Bass und Schlagzeug sind vorhanden. Im Westen also nicht sonderlich viel Neues.
Auffällig ist aber die Spielweise, die sich nach einigen Songs schnell abnutzt. Die Lieder laufen in einem sich wiederholenden Schema ab: „Möglichst schnell auf das Schlagzeug hauen und dann etwas runterspielen/schreien“, dann „Eine kurze langsamere Phase“, worauf dann wieder alles von vorne beginnt. Besonders das Schlagzeug ist hier auffallend oft gleich anzuhören und klingt eher nach „Hauptsache die ganze Zeit irgendwie raufschlagen“, was auf Dauer ziemlich auf den Nerv fällt. Auch der Rest der Instrumente ist nicht wirklich abwechslungsreich und wirkt schon nach mehrmaligem Durchhören vertrauter, als es die eigenen Eltern jemals sein könnten.
Da es sich bei den Jungs aus Dresden um eine relativ junge Band handelt, ist dieser Umstand jedoch noch zu entschuldigen. Man experimentiert rum, man findet seinen Stil und versucht auf einer Ebene erst einmal ordentlich die Sau raus zulassen. Von daher geht das schon in Ordnung, vor allem, weil ich mich nicht unnötig als Instanz des musikalischen Hochgenusses anbieten möchte. Den einen mag es gefallen, den anderen wieder nicht. Fakt ist jedoch, dass die Abwechslung in etwa soviel Freiraum bietet, wie eine Studenten-WG.
„cllhn“ begründen den Hardcore zwar nicht neu, aber die Musik ist ganz okay und wird ihnen sicherlich auch eine treue Fangemeinschaft bescheren. Ich werde mich dazu zwar nicht zählen, aber als Hardcore-Fan würde ich diesen Zeilen weitaus weniger Aufmerksamkeit schenken, als den Hörproben in den beistehenden Links. Die haben nämlich weitaus mehr Aussagekraft, als meine doch sehr spärlich gesäten Worte.
Geschrieben von ChaosZx2 am 30.03.2012, 00:00 Uhr
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