Design wechseln

Start » Reviews » KING CANNONS - KING CANNONS

KING CANNONS - KING CANNONS

KING CANNONS - KING CANNONS

CD Capitol Records 05.04.2012
  8 / 10

Weitere Informationen:
http://www.kingcannons.com/
http://www.myspace.com/kingcannons


Mit KING CANNONS begibt sich mal wieder eine Band aus Australien auf den Weg nach Europa um nach drei Jahren des Reisens, Eindrücke sammeln und Eindrücke verarbeiten eine erste EP an den Start zu bringen.

Die Band schaffte es aus dem Stand in der Düsseldorfer Band Broilers Fans zu finden, die die Band auf gemeinsame Tour mitnehmen. Damit sich das Reisen nach Europa lohnt, werden die Australier nach der Tour mit Broilers noch einige Clubkonzerte spielen.

Bevor das Album in Europa veröffentlicht wird, liegt mit der selbstbetitelten EP das Debüt vor. Fünf Songs präsentiert die Band.

Gleich der erste Song “Take the Rock“ erinnert an The King Blues, an Stadionrock und lässt einen gleichzeitig Mut fassen. Der Refrain und Titel “Take the Rock“ ist bereits beim zweiten Hören so tief in den Gehörgängen drin, als würde man den Song schon ewig kennen.

“Teenage Dreams“ geht ähnlich weiter. Insbesondere der Backgroundgesang und die eingängige Melodie des Songs macht das Lied zu einem gern zu hörenden Stück.

Nummer drei “Gasoline“ geht dann wieder sehr stark in Richtung The King Blues. Auch textlich ist die Band bei The King Blues. Hier hört man das erste Mal deutlich, dass die Band die aktuellen Verhältnisse anprangert. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen.

Die Texte sind zwar leider der EP nicht beigelegt, aber auf der Homepage der Band abrufbar, so dass jeder Interessierte schnell erfahren kann um was es den Leuten aus Down Under geht.

KING CANNONS verbinden in ihren Texten die Darstellung der aktuellen Verhältnisse mit Träumen, Darstellen der Ungerechtigkeiten und gleichzeitig geben die Texte auf eine gewisse Art Hoffnung. Es ist die Hoffnung, dass es irgendwo einen Platz gibt, der schöner ist, als das was man kennt.

Der fünfte Song “Time to Yourself“ zeigt die Band dann von einer ganz anderen Seite, nämlich von der Seite des Reggae und Ska. Ganz entspannt kommt der Song daher. Der Beat passt wunderbar zum genießen von pflanzlichen Medizinprodukten als auch zum entspannten Tanzen in der Sonne.

Ein kleiner Textauszug aus “Time to Yourself“:

Time to yourself is what you need to be well.

Time to not be hearing people fighting and shout

Time to ease up on your body, your mind aswell.

It always…

Be time to work, when it be time to roll.

Be time to jam, I got no time for my girl.

Feet up and resting, I should be out in the world.

In the busy city you know…

Leben! Genießen! Das tun was man will und nicht das was andere wollen!

Die Australier haben ja so Recht, aber selten wurde diese Thematik in so einer entspannten Nummer dargestellt.

KING CANNONS zeigen mit ihrer Debüt-EP das sie einiges drauf haben, musikalisch als auch textlich. Mit der Band muss man rechnen, und wenn das Album auch nur annähernd so gut wird wie die EP, dann werden KING CANNONS definitiv einen Siegeszug antreten.


Geschrieben von Frank am 08.04.2012, 00:00 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

DORFTERROR - SCHREIKINDER

Schon mutig, wenn sich eine Band in der heutigen Zeit einen Namen gibt, in dem das Wort “Terror“ vorkommt. Früher gab es ja mal eine Band die nannte sich “Fluchtpunkt Terror“, Nach...

Weiterlesen

THE AUTOCRATICS - NO TIME TO WASTE

THE AUTOCRATICS sind eine japanische Ska-Band die sich 2007 in der Hauptstadt Tokio gegründet haben. Die Ska-Szene ist eng vernetzt und Entfernungen spielen keine Rolle,. So haben die Japaner...

Weiterlesen

BRAUSEPÖTER - FREI VON ALL DEM HIER

BRAUSEPÖTER...noch nie gehört! Wer ist das? Keine Ahnung? Ich hatte auch keine Ahnung, bis das Album in meinem Briefkasten lag und ich mir den beiliegenden Infozettel zu Gemüte geführt...

Weiterlesen

THEILEN - niederbrennen weitermachen (LP / Stream)

Gut das es heutzutage noch junge kreative Punkrockbands gibt, die ihr eigenes Ding machen und auf den Mainstream scheißen… So wie es Fritz Theilen gemacht hat, der seinem HJ-Jungzugführer in...

Weiterlesen

CRIM - FUTUR MEDIEVAL

Vor fast drei Jahren habe ich die letzte Veröffentlichung von CRIM für dieses kleine Fanzine namens ramtatta.de besprochen. Der Link zu dieser Review ist folgender: ...

Weiterlesen

MELONBALL - TAKE CARE

Nürnberg ist ja auch so eine Bastion des Punkrock und des politisch, linken Engagements in Bayern. Die Stadt die mit dem Erbe des Reichsparteitagsgeländes umgehen muss hat 2019 etwas Besonderes...

Weiterlesen