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Louis Lingg and the Bombs - Alphabet of a Revolution
Weitere Informationen:
http://www.af-music.de/en/netlabel/louis-lingg-and-the-bombs-new-album/
Ich muss zugeben, dass ich von dieser aus Paris stammenden Band bislang noch nichts gehört hatte, der Name mir auch nicht bekannt war. Als ich aber das Review Angebot bekam mit der Beschreibung „Louis Lingg and the Bombs are goddamn punk-rock-garage-pop-anarcho saviours of the 2 and half minute pop song“, war ich ziemlich interessiert.
Das Album nennt sich „Alphabet of a Revolution“ und dieses Thema wird im Verlauf des gesamten Albums immer wieder aufgegriffen. Insgesamt vier Songs werden so auch tituliert (Alphabet of the Revolution Part 1, Part 2, Part 3, Final Exam).
Das Aufgreifen dieses Themas gefiel mir am gesamten Album besonders gut, gibt das dem Ganzen doch so etwas wie einen roten Faden. Laut afmusic-Homepage, soll das Album der Soundtrack für die antikapitalistischen Camps in Paris sein, was man den Texten auch deutlich anhört.
Die Beschreibung der Musik (s.o.) trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist ein bunter Reigen an verschiedenen Musikstilen, Punk, Hardcore, Garage aber eben auch viel Synthesizer Einsatz dabei. Den Schwerpunkt liegt meiner Meinung nach im Punk/Hardcore-Bereich, wobei allerdings auch sehr viel Wert auf poppige, ins Ohr gehende Melodien gelegt wird. Die Stimme des Sängers ähnelt teilweise recht deutlich Keith Morris (Circle Jerks, Black Flag, Off), der Wechsel zwischen Frauen- und Männergesang macht die ganze Platte richtig erfrischend und lässt sie einem nicht langweilig werden. An wenigen Stellen gefällt mir der Gesang durch zu viel Auto-Tune nicht, liegt eventuell an mir, da ich diesen Effekt schon immer gehasst habe. Muss man aber auch nicht einsetzen, wenn man in einem Großteil der Lieder darauf verzichtet und so gute Gesangsstimmen einbringen kann.
Das Albumcover ist schick, schwarz-weiß und nicht zu überladen. Ich bin immer ein Freund von gutem Artwork und dieses ist vollkommen gelungen!
Das ganze Album gibt es als kostenlosen Download (warum eigentlich keine Tonträger?), für ein paar Groschen bekommt man es plus zwei Extra-Songs bei iTunes etc. zu kaufen. Insgesamt ist es locker das Geld wert, was man eigentlich nur für die zwei Extra Songs bezahlt. Die zwei Extra Songs, Remixe von Liedern der Platte, gefallen mir allerdings nicht so besonders. Für meinen Geschmack ein gutes Album, das Punkrock/Hardcore/Garage mit aktuellen Poptrends verbindet.
Geschrieben von DJ Zündapp am 25.05.2012, 00:00 Uhr
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