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Vladimirs - The Late Hours
Weitere Informationen:
http://www.myspace.com/vladimirs
Mit „The Late Hours“ veröffentlichen die Vladimirs nach fünf Jahren Pause ihr nunmehr fünftes Studioalbum. Die Band existiert seit 1995 und weist in ihrem Infotext explizit darauf hin, dass es sich bei den Vladimirs nicht um Horrorpunk handelt, da dieser Begriff damals noch gar nicht existierte. Sie bezeichnen die Musik auf dem neuen Album selber als eine Mischung aus Horrorpunk, Metal, Gothrock, Punk und auch Hardcore. Um aber ganz grob umschreiben zu können, um welche Art der Musik es sich hier handelt, benutze ich trotzdem einfach den Begriff Horrorpunk (auch wenn das die Band vielleicht ärgert), weil das den meisten Leuten wahrscheinlich am besten verdeutlicht, womit sie es zu tun haben.
Das Album kommt mit 12 Tracks daher mit einer Gesamtspieldauer von 43:38 Minuten, wovon allerdings der letzte 15-minütige (!!!) Track sehr viel Zeit einnimmt. Die anderen Songs sind angenehm kurz und prägnant. Naja, ein paar Songs über vier Minuten, aber das kann man schon mal machen. Mit der bandeigenen Beschreibung der verschiedenen Musikstile des Albums beschreiben sie das Konzept wirklich ganz gut. Man findet Metal-, Punk-, und Hardcoreeinflüsse. Warum viele Leute den Herren vielleicht den Stempel Horrorpunk aufdrücken, mag an der sehr tiefen, melodischen Stimme des Sängers liegen, so dass der Vergleich mit Glenn Danzig schnell auf der Hand liegt. Es gibt auf dem Album diverse ziemlich metallische Gitarrensoli, und man hört durchaus auch oft eine treibende Bassdrum heraus. Bei dem Lied „Where to run?“ meine ich relativ deutlich ein Metallica-Riff von „Seek and Destroy“ zu erkennen. Kann ja nicht jeder das Rad neu erfinden. Der direkt anschließenden Song „Stoichea“ kommt im Vergleich zu den schnellen Songs vorher komplett instrumental und halbakustisch rüber. Da es direkt anschließend mit einem Song in der gewohnten Intensität und schnell weitergeht, frage ich mich warum dieser Song genau an dieser Stelle platziert werden musste, fällt er doch irgendwie komplett aus dem Rahmen. Vor allem, da nach diesem wiederum schnelleren Song der letzte 15-minütige Track kommt, der auch wieder sehr langsam beginnt. Dieser wird zwar irgendwann dann wieder schneller, weist einige Gitarrenspielereien auf und bringt schon eine gewisse Stimmung rüber. Allerdings hätte man das Teil zu zwei oder drei Songs machen können. So wirkt es, als müsste dringend noch das eine Riff oder der fette Orgelpart mit reingebracht werden. Das ganze immer in der selben Tonart ist dann doch etwas ausufernd und vielleicht nicht wirklich nötig. Aber jeder nach seinem Geschmack. Insgesamt weist das Album einige Songs mit Hit-Potential auf. Textlich werden die verschiedensten Themen bearbeitet, eben nicht nur das typische Horrorfilm-Zeug und das ist wirklich erfreulich. Das Cover ist relativ simpel gestrickt, ein dämonischer Mann im schwarzen Gewand, der auf eine Uhr zeigt, da hätte man designtechnisch durchaus noch etwas mehr rausholen können.
Geschrieben von DJ Zündapp am 07.08.2012, 00:00 Uhr
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