„Tango de la Mort“ ist schwer zu erklären: Weder Comic noch Graphic Novel erzählt Ulf K. in kurzen schwarz-weiß Bildern poetische Geschichten über Leben und Tod. Dieses Thema nimmt in seinem ca. 140 seitigen Buch einen großen Platz ein, trotzdem gibt es auch genügend weitere düstere, melancholische aber auch „niedliche“ Kurzgeschichten über andere Themen, wie z.B. mysteriöse Menschen, Puppen, gestürzte Könige und auch eine Unterhaltung zwischen einem Paar über das Kinder kriegen oder auch einer Firma, die gefallene Sterne wieder an den Himmel hängt. Die einzelnen poetischen Comics sind zwischen 1-10 Seiten lang. Ab und zu wechselt er seinen Stil und experimentiert immer wieder bei seinen Zeichentechniken. Entstanden sind die meisten Werke zwischen 1994-1999 und zählt somit als Sammelband seiner Frühwerke. Vor einigen Jahren gab es schon eine 100 seitige Auflage von Tango de la Mort. Diese war aber sehr schnell vergriffen und somit wurde in diesem Jahr eine erweiterte Auflage neu publiziert. Würde ich die Geschichten mit einem Musiker vergleichen, fiele mir Tom Waits dazu ein.
Wer melancholische Storys zum Nachdenken sucht und sehen will, dass Comics sehr wohl niveauvoll sein können, ist hier richtig aufgehoben.




