» Übersicht
» Neuigkeiten
» Reviews
» Interviews
» Konzertberichte
» Links
» Suchen
» Kontakt
» Über uns
» Datenschutz
» Impressum
Trainwreck - Old Departures, New Beginnings
Weitere Informationen:
https://trainwreck5.wordpress.com/
http://www.rockstarrecords.de/
http://www.thischarmingmanrecords.com/
http://rockstarrecords.bandcamp.com/album/old-departures-new-beginnings
Heiliger Dampfkessel, das nenne ich brachial. Hardcorer aus Aachen und Umgebung kommen ohnehin nicht an Trainwreck vorbei, die in der Gegend auch schon in Vorgängerbands seit über einem Jahrzehnt aus der Musikrichtung alles rausklopfen, was sie hergibt. Da ich insbesondere von neuerem und neuestem Hardcore ohnehin nur die paar Säulenheiligen kenne, will ich anstelle von Fachjargon einfach mal grob beschreiben, wie mich die Band beschreit: Nämlich brutal. Und total. Das klingt in etwa, als wäre der Sänger ständig am Überschnappen, seine Welt auf der Kippe, nichts wäre wie es sein soll, und da würde ich vermutlich auch so abgehen. Von dem sind keine leisen Zwischentöne zu erwarten, wobei das ohnehin bei solcher Musik leicht in die Hose gehen kann, wenn nämlich die erhoffte Dramatik ins lächerliche umschlägt. Das hier rockt ganz ordentlich, also weitermachen. Neben den englischsprachigen Songtexten gibt es auf dem Inlay übrigens noch Anmerkungen des Verfassers über den Kontext, was ich ganz sinnvoll finde, da ich mich so besser in diese extremen Emotionen einfühlen kann. Sonst bekommt man manchmal nur einen Brocken Zorn vorgekotzt und weiß nichts rechtes damit anzufangen.
Was die Band dazu fabriziert ist vertrackter Hardcore in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, der fast immer entweder den Zuhörer zerdrückt oder durchschüttelt, ihn dann in einer scharfen Kurve wieder fast entgleisen lässt und unverhofft eine beinahe punkrockige Melodie einbaut. Man sollte sich keine Hoffnung machen, dass man diese mehr als ein paar Sekunden genießen kann, aber es macht die Songs deutlich hörbarer, wenn instrumental nicht nur Verzweiflung und Wut, sondern auch mal Melancholie zum Ausdruck kommt. Für den inneren Emo sozusagen.
Die ganzen 11 Songs sind dann auch relativ schnell durch, wobei ich nie das Gefühl hatte, dass da ein Riff länger geschunden wird, als nötig wäre, um gut reinzubrettern. Selbst die zwei über 4-Minütigen Stücke wirken nicht gestreckt. Es passiert durchgehend viel auf dem Album. Wenn es durch ist, kann man nach einer kleinen Atempause gleich wieder von vorne die Lok in den Abgrund rasen lassen. Ein hartes Stück Musik für den privaten Crash auf dem Plattenteller, ohne Schnickschnack und gekonnt durchgezogen.
Geschrieben von King Kraut am 19.06.2014, 22:47 Uhr
Kommentieren
Weitere interessante Reviews
THE NO - UNERHORT - Ihre schönsten Songs bis jetzt -
“Ist das was Neues von Sondaschule?“, wurde ich gefragt, als die neue Scheibe von THE NO (den Strich durch das “O“ schafft meine Tastatur nicht) in meiner Anlage lief. Es ist natürlich...
THE CASUALTIES - DETONATE
Sie sind wieder da! THE CASUALTIES! Die wohl in Europa bekannteste aktive Hardcore-Punk-Band aus den USA bringt nach acht Jahren ihr neues Album heraus. Ich habe schon gedacht, sie haben...
THE WALTONS - IT´S CHRISTMASTIME
Zu Weihnachten immer die gleichen Lieder? Das muss nicht sein! Endlich gibt es Abhilfe zu den schnöden Weihnachtsliedern der Kirchenchöre. THE WALTONS haben sich die Weihnachtsmütze auf...
THE BUSTERS - CALLING
1987 gegründet, 1989 schon mit Bad Manners auf Tour und seitdem nicht mehr aus der deutschen Ska-Szene wegzudenken. 17 ehemalige Bandmitglieder Momentane Bandgröße, 9 Personen. Aktuelle...
ERECTION - PLUG IT IN
Es gibt manchmal so Momente, da denke ich, ich habe schon alles gehört, alles gesehen und langsam wird es langweilig. Zu viel Emo, zu viel Post-Irgendwas. Was ist nur aus dem guten, alten...
HI MUM - GHOSTWOOD
HI MUM, eine vierköpfige Band aus Nürnberg hat am 27.03.2026 ihr erstes Album auf den Markt gebracht. Das Machwerk erscheint digital und als Vinyl. HI MUM hat ihre Wurzeln in der Band MAFFAI,...
