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DER ENDGEGNER - SHOWDOWN

DER ENDGEGNER - SHOWDOWN

CD Ostklotz 26.09.2014
  8 / 10

Weitere Informationen:
http://derendgegner.org/
https://www.facebook.com/pages/DER-ENDGEGNER/104304999616153


Seit 8 Jahren gibt es DER ENDGEGNER.
Die Band ist nicht zu verwechseln mit der seltsamen Deutschrock Band Endgegner.
Hier handelt es sich auch nicht um Deutschrock. Vielmehr ist der Deutschrockband kein eigener Name eingefallen. Und vielleicht wollten sie auch von dem Ruf von DER ENDGEGNER profitieren. Seltsame Gedanken einer seltsamen Band.
Mit der Doppel-CD “Showdown“ bringt die Band aus Berlin nun ihre sechste Veröffentlichung heraus. Eine Veröffentlichung die schon vom Cover Erinnerungen an lange Spieleabende vor dem PC wecken. Das war in der Zeit als es noch CGA-, EGA-Grafiken und später, als ganz was tolles, VGA-Grafiken gab. Da war alles noch sehr pixelig. Und wer keinen PC hatte, der zockte am Atari oder am C64. Eine Zeit meiner Jugend. Wer also schon mit dem Cover bei mir Sympathiepunkte einheimst, der kann nicht schlecht sein.
Beim Hören der ersten Songs bestätigt sich der Eindruck, dass die Band nicht schlecht ist.
Fette Aufnahme, laute (manchmal zu laute) Gitarre, ein treibendes Drumset und ein Gesang der stets deutlich und kräftig aus den Boxen kommt. So hört sich druckvoller Punkrock aus.
Stilistisch für diejenigen die die Band noch nicht kennen, DER ENDGEGNER hat was von Die Skeptiker (besonders vom Gesang, der stark an den Singstil von Eugen erinnert) und Knorkator. Generell kann man auch den Deutschpunk der alten Schule als Referenz nennen, da immer mal wieder Einflüsse hervorblitzen. Normahl fallen mir da in erster Linie ein, wobei der Sound hier fetter und härter ist.
Überhaupt weiß die Gitarre, die stark in Richtung Metal geht mit ihrem aggressiven Sound zu überzeugen. Mit dem fett aufgenommenen Schlagzeug bilden Sie den Beat von DER ENDGEGNER und sind treibende Kraft der Songs.
Textlich ist der DER ENDGEGNER recht anspruchsvoll und schafft es, dass sich der Hörer mit den oft persönlichen Texten, identifiziert. Die Band kritisiert aber durchaus auch, und zwar die Leute die nicht rauskommen (“Die Wand“), die Gesellschaft als ganzes (“Straight Ex“) und die Normen der Gesellschaft (“Die Reise“).
Die Songs sind, wie gesagt, druckvoll, aber auch melodiös, so dass auch beim mehrmaligen Hören keinerlei Abnutzungserscheinungen auftreten. Vielmehr entfalten sich die Songs noch mehr. Die Texte bekommen mehr Tiefgang. Text und Musik passen gut zusammen. Hier wurde viel Wert auf das Songwriting gelegt. Das zahlt sich aus!
Auf der zweiten CD, die auf den schönen Namen “Endartung!“ hört, sind noch mal vier Songs drauf. Nur vier Songs? Warum? Die vier Songs hätten auch auf die erste CD gepasst, von der Spielzeit her. Will man hier bewusst Rohstoffe verschwenden oder warum hat DER ENDGEGNER das so gemacht?
DER ENDGEGNER läuft nicht nur nach Schema F, sondern ist ein variantenreiches Chamäleon, damit man möglichst lange was davon hat.
Die vier Songs auf der zweiten CD fallen so tatsächlich etwas aus dem Rahmen. Stilistisch als auch textlich. Hier wird musikalisch mehr experimentiert. Die Songs sind länger. Der Sound hat mehr Metaleinflüsse. Stonereinflüsse sind auch zu hören. Es macht fast den Eindruck als ob man sich bei den vier Songs wirklich mal auslassen wollte als Band. So ist es vielleicht ganz gut die vier Songs “Wozu?!?“, “Warum nicht?!?“, “Schaff dich Ab!“, “Schalt sie aus!“ separat von der ersten CD, vom eigentlichen Album zu trennen. Einzig “Warum nicht?!?“ hat das Zeug für die erste CD. Der Song geht stark in Richtung Die Skeptiker.
Mit “Showdown“ gibt der DER ENDGEGNER 15 Songs an die Welt ab. Songs die sowohl textlich als auch musikalisch, Spaß machen und einen wirklich für die Band begeistern können. Die Band kann mit “Showdown“ einige andere Bands an die Wand spielen und mit den Songs die Szene durchaus aufmischen.
DER ENDGEGNER ist (noch) ein Geheimtipp. Es ist der Band zu wünschen, dass sie mit dem Album den Erfolg und die Anerkennung bekommt die sie verdient.


Geschrieben von Frank am 20.09.2014, 11:47 Uhr


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