» Übersicht
» Neuigkeiten
» Reviews
» Interviews
» Konzertberichte
» Links
» Suchen
» Kontakt
» Über uns
» Datenschutz
» Impressum
AGGRESSORS - BELFAST CITY
Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/pages/Aggressors-BC/310434925895
Manchmal denke ich, dass es kaum noch gute neue Bands gibt. Die Roots von damals werden von den alten Bands zelebriert und Konzerte von denen erinnern ein wenig an Heimatabende aber nicht an Stunden in denen eine Subkultur zusammenkommt.
Zu den Lichtblicken die es durchaus gibt gesellen sich AGRESSORS aus Belfast in Nordirland. Die Band hat sich 2009 gegründet und neben Touren durch UK, Wales und Schottland sich auch sehr viele Gedanken über die eigene Musik gemacht.
Herausgekommen ist etwas ganz wunderbares.
Der Gesang erinnert etwas an The King Blues (R.I.P.), der Beat ebenso, dann geht es in Richtung der alten Ska-, Rocksteady-und Reggae-Helden. Von den Melodien her gesehen gesellt sich auch eine Prise Ska-Pop zu den Zutaten die jedem einzelnen der 13 Songs zu seiner Einzigartigkeit verhelfen.
Entspannt, tanzbar, politisch und melodiös, so lässt sich der Sound der Band aus Belfast beschreiben. Neben dem Augenmerk auf gute Songs hat die Band es auf jedem der dreizehn Songs geschafft, eine klare Message rüberzubringen und zwar so auf die Essenz runtergekocht, dass es schon erfrischend ist das Booklet zu lesen. Kein Bla-Bla, hier kommt man schnell auf den Punkt und formuliert klar wie man Dinge sieht und wo man steht. Das ist in seiner Kürze ungewöhnlich weil es so kaum noch gemacht wird. Es ist wunderbar, wenn man in acht kurzen Zeilen liest um was es sich beim Skinhead-Sein handelt. Oder der Opener der Platte “The Tone of the Times“, der uns die Frage stellt warum wir (in der Subkultur) so weit voneinander sind obwohl wir in vielerlei Hinsicht die gleichen Ansichten und Träume haben. Ist eine Stimme für alle nicht kräftiger als wenn jeder alleine schreit?
Natürlich hat die Stadt Belfast auch einen festen Platz auf dem Album. Zwei Songs handeln über die Stadt, die wahrscheinlich einer der speziellsten Städte Europas, vielleicht sogar der Welt ist.
Das dieses Album das Debüt der Band ist lässt sich kaum glauben, so ausgereift und lässig wie die Songs aus den Boxen kommen. AGRESSORS wissen um was es geht und wo man her kommt. Sie haben das Herz am rechten Fleck und bringen das mehr als gut mit ihrer Musik rüber.
Geschrieben von Frank am 10.12.2014, 20:07 Uhr
Kommentieren
Weitere interessante Reviews
THE WALTONS - IT´S CHRISTMASTIME
Zu Weihnachten immer die gleichen Lieder? Das muss nicht sein! Endlich gibt es Abhilfe zu den schnöden Weihnachtsliedern der Kirchenchöre. THE WALTONS haben sich die Weihnachtsmütze auf...
Braunkohlebagger - Angstapparat
Was kann man von einem Album erwarten, dass auf den Namen “Angstapparat“ hört? Was kann man von einer Band erwarten die sich BRAUNKOHELBAGGER genannt hat? Fünf Männer haben nach ihrer...
DEATH BY HORSE - LIMINAL STATE
DEATH BY HORSE hatten 2019 das Album “Reality hits hard“ über das Label Twisted Chords veröffentlicht. Ein Label was für interessante Musik steht. Genau das boten DEATH BY HORSE auf diesem...
RONG KONG KOMA - SMILE
Da fängt das Gitarrenspiel so leise an, dass ich fast dachte, meine Anlage wäre kaputt oder auch meine Ohren oder beides. Kaum, dass ich mich an den leisen Klang gewöhnt hatte, am entspannen...
THE NO - DAS LEBEN IST SCHÖN
Was passiert wenn Musiker eine Band gründen, diese dann auflösen und doch wieder Bock darauf haben gemeinsam Musik zu machen, die wie die Band klingen darf die sie aufgelöst haben? Dann...
APÉRO - Cold Drinks, Cool Snacks (Tape)
Eine interessante Band aus Hamburg und Sénas (das liegt zwischen Marseille und Avignon) habe ich nun auf meinen Ohren. APÉRO präsentieren mir ungewöhnlichen Minimal-Electro-Punkrock der...
