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ANCIENT RITES - laguz

ANCIENT RITES - laguz

CD Massacre Records / Soulfood 20.02.2015
  4 / 10

Black - Pagan - Folk Metal, ist eigentlich nicht mein Metier. Und jetzt werfen die vier Belgier zusätzlich noch Historical - Epic - Heathen Metal mit in den Topf, was mich letztlich dann doch völligst überfordert. Aber ich versuche es trotzdem diese Musik zu beschrieben, in dem ich einige Bands in "meinen" Topf werfe. Die Mischung daraus könnte den musikalischen Stil dieser Legende, so steht es zumindest im Beiblatt - ich hab von ANCIENT RITES allerdings noch nie etwas gehört, so ungefähr beschreiben. Da wären CRADLE OF FILTH, OBSCURITY, AMON AMARTH, DIMMU BORGIR, THEATRE OF TRAGEDY und als Sahnespitze ein klassisches Orchester. Und jetzt alles schön shaken und heraus kommt ANCIENT RITES.
Gegründet haben sich die Belgier übrigens vor 25 Jahren, die fünft Longplayer in der Zeit sind an mir allerdings vorbeigegangen. Dieses sechste Werk sicherlich auch, weil es wie gesagt, nicht unbedingt meine Musik ist. Es gibt aber so einige Passagen, die auch mir gefallen, das fängt das Album mit dem klassischen Intro "Golden Path to Samarkand" an, welches auch in monumentalen Filmen Verwendung finden könnte. In dieses Intro knallt dann die Double Bass von Walter Van Cortenberg und beginnt somit den zweiten Song "Carthago Delenda Est", gleichzeitig wird aber dieses mühsam aufgebaute Atmosphäre zerstört. Dieses ist natürlich subjektiv gesehen, Metalfans werden sicherlich ihren Spaß daran haben, auch an den extrem verzerrten Gitarrensolis von Erik Sprooten und Domingo Smets.... ich weniger.
Auch die folgenden 7 Songs sind so aufgebaut. Mit dem Orchestersound im Hintergrund wirken alle Songs extrem aufgeputscht. Das kommt richtig fett, bis der "Extrem Metal" einsetzt und gefühlte 10 Instrumente gleichzeitig erklingen. Der Sound ist dadurch zwar nicht breiig, aber meiner Meinung nach einfach übersättigt. Das führt dazu, dass ich meistens nicht verstehe was Sänger Gunther Theys singt, noch nicht einmal im deutschsprachigen Song "Von Gott Entfernt", zumindest nicht komplett. Und da mir kein Textblatt bzw. Booklet vorliegt, gibt es dafür auch einen Minuspunkt.
Der zehnte und somit letzte Song "Fatum" startet nicht nur besonnener, er bleibt auch so. Hier kommt die Folkseite der Band raus und endlich verstehe ich Gunther Theys auch mal !
Trotz diesem monströsen Sound kann ich nur stellenweise etwas mit "Laguz" anfangen. Zu oft stehe ich vor diesen undurchsichtigen Soundbrett und kann mir keinen Reim darauf machen.

Geschrieben von Karsten Conform am 01.02.2015, 16:22 Uhr


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