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DEEP IN HATE - chronicles of oblivion

DEEP IN HATE - chronicles of oblivion

CD Kaotoxin Records 01.01.2015
  4 / 10

Prolog: Für Brutal Death Metal bin ich eigentlich der falsche Reviewer.....
...ich kenne auch überhaupt keine Brutal Death Metal Band, weil mir dieses Subgenre überhaupt nicht zusagt. Aber was ist Brutal Death Metal überhaupt ? Also habe ich erst einmal das Internet befragt. Brutal Death Metal ist ein Begriff zur Unterscheidung von anderen Death-Metal-Strömungen (so so, hätte ich ja nie erwartet ;-) ). Typische Merkmale sind tiefe, oft extrem schwer verständliche Growls, viele Blastbeats und sehr tief gestimmte Saiteninstrumente. Als Begründer dieses Genres gilt oft die aus New York stammende Band SUFFOCATION (noch nie etwas von gehört). Viele Brutal-Death-Metal-Bands spielen technisch sehr anspruchsvollen Death Metal [neben SUFFOCATION zum Beispiel ORIGIN (auch noch nie etwas von gehört)], aber das trifft nicht auf jede Band zu. Auch DEVOURMENT (*Schulterzuck*) werden oft diesem Genre zugeordnet, da die Unterscheidung zwischen Slam Death Metal und Brutal Death Metal sehr schwerfällt.
So da sind wir jetzt alle aufgeklärt ;-)
Und trotzdem stehe ich ingeniös mit leeren Händen da. :-(
Aber ich bin ja neugierig und es gibt ja auch gute "Melodic" Death Metal Bands, wie IN FLAMES, KILLSWITCH ENGAGE, AMON AMARTH und HEAVEN SHALL BURN, also habe ich mich auch mal an dieses "Brutal" gewagt. Das Intro der Pariser Band und auch die ersten 30 Sekunden des ersten Songs "Genesis Of Void" waren Death Metal mäßig gut, aber das war´s dann auch schon für mich, als bekennender NICHT Brutal Death Metal Anhänger. Denn der growlinghafte Gesang von Mathieu gefällt mir gar nicht, da ziehe ich THEATRE OF TRAGEDY und AMON AMARTH aber 100x vor. Und nach weiteren 60 Sekunden knallt mir das erste mal so richtig die Blastbeats in die Fresse (knapp ein verdammt lange Minute lang). Nichts gegen Double Bass, aber wenn die Fußmaschine schneller als ein Maschinengewehr hämmert, dann wirkt es nicht nur künstlich (> 1000 bpm das schafft doch kein Mensch) sondern hört sich auch noch sch.... an !
Trotzdem habe ich mir das dritte Album der Franzosen 2-3x komplett angehört. Vom Sound und auch musikalisch (von diesen Blastbeats mal abgesehen) sind die 9 Songs incl. dem Intro eigentlich okay. Aber wie gesagt, ich bin kein Freund dieses Blastbeats und des Gesangs. Brutal Death Metal Fans werden aber sicherlich ihre Freude an den 35 Minuten von "Chronicles of Oblivion" haben.
Und einen Pluspunkt gibt es für das Booklet, das ist wirklich gelungen ohne übertrieben Pompös zu wirken!

Geschrieben von Karsten Conform am 30.06.2015, 18:38 Uhr


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