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The Real McKenzies - Two Devils will talk
Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/therealmckenzies
http://www.realmckenzies.com/
In einem italienischen Restaurant in Berlin-Prenzlauer Berg, in dem schon einige Punkbands die großen und großartigen Pizzen genossen haben, hängen eine Menge Platten an der Wand. Ebenso haben sich viele Bands an den Wänden verewigt.
An einer Wand hängt die Platte “10.000 Shots“ der The Real McKenzies. Vor einiger Zeit, die Band muss nochmals da gewesen sein, wurde aus der 10.000 eine 100.000. Oder war es eine Million? Wie viele Shots sind wohl die Kehle von Paul McKenzie schon runtergeflossen? Immerhin ist er das einzige Bandmitglied das von Anfang an dabei ist.
Es ist nicht vermessen zu sagen, Paul Mc Kenzie, ist The Real McKenzies!
Und das seit 25 Jahren.
Die Band wurde in den letzten Jahren stark verjüngt. Nunmehr fährt der erfahrene Barde mit seinen Kids um die Welt um allen die es hören wollen, ihre Version des Celtic Punkrock näher zu bringen. Diese Version war in den letzten Jahren nicht ganz unumstritten bei den Fans. Zu schnell, zu viel Punkrock, zu wenig Folk und überhaupt, warum wurde sich von den alten Bandmitgliedern getrennt?
So hörte ich mit gemischten Gefühlen in das neue Album der Band aus Kanada hinein.
Hätte mir jemand das Album ohne jegliche Informationen vorgespielt, so hätte ich gedacht, es ist ein verschollenes Album der Band von vor einigen Jahren.
“Two Devils will talk“ hat alles was The Real McKenzies ausmacht.
Melodischer Punkrock, verpackt in treibenden Melodien, welche zum mitsingen, tanzen und fröhlich sein animieren. Die immer noch kräftige und markante Stimme von Sänger Paul ist perfekt in die Songs eingebettet. Der Folk-Einschlag ist nicht bei jedem Song zu hören, dafür gibt es mit dem Opener “Due West“ allerdings eine Gesangseinlage der Band, die sich gewaschen hat. Genau für solche Songs wird die Band geliebt.
Der Song “One Day“ ist noch so ein Kracher. Typisch The Real McKenzies. Herrlich!
“Seafarers“, mit dem Gesang von Paul und schönem Dudelsackeinsatz ist noch so ein Song der sehr typisch für die Band ist.
Der Anfang von “Northwest Passage“ beginnt wie “Due West“ mit einem Gesangspart. Hier hört man, dass nicht nur Paul gut singen kann. Singen, dass ist sowieso etwas, was insbesondere Paul schon immer konnte. Seine Stimme, wenn sie Platz und Raum hat, hat etwas magisches. Ich erinnere mich noch an das letzte Konzert der Band im S.O. 36, als zur letzten Zugabe nur Paul auf die Bühne kam, das Licht ausging, nur er wurde von der Decke etwas beleuchtet und dann begann er zu singen. Kräftig, voller Inbrunst. Das war Gänsehaut pur! Der ganze Saal schwieg. Es war ein ganz besonderer Moment!
Das Album bietet jedoch auch einige Punkrocksongs die sich von dem Folk-Einfluss fast komplett verabschiedet haben. Das macht jedoch nichts, ganz im Gegenteil. Es bringt Abwechslung in das Album. Diese Abwechslung, mit der Rückbesinnung auf die alten Stärken der Band, machen das Album zu dem besten Album der Kanadier seit Jahren.
Ich würde sagen, das beste Album seit “Westwinds“.
Als besonderes Schmankerl gibt es auf der Platte noch eine neu aufgenommene Version des Hits “Scots Wha Ha´e“. Spätestens jetzt ist man sich einig...
Geiles Album!
In Kürze ist die Band auf ausgedehnter Europa-Tour.
Die Tourdaten sind der Homepage oder der Facebook-Seite der Band zu entnehmen.
Geschrieben von Frank am 08.03.2017, 21:38 Uhr
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