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JOHNNY REGGAE RUB FUNDATION - TROUBLE
Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/JohnnyReggaeRubFoundation
Am 14.02.2020 kommt das neue Album der Kölner Band JOHNNY REGGAE RUB FUNDATION heraus. Es ist das zweite Album der Band.
War das erste Album der Band aus dem Jahre 2017 (die Review bei ramtatta.de ist hier zu lesen: http://www.ramtatta.de/s/reviews/f/details/id/7994/) und die 7“ aus 2018 (die Review ist hier zu lesen: http://www.ramtatta.de/s/reviews/f/details/id/8244/) sehr entspannte und relaxte Veröffentlichungen die einen wahlweise träumen und langsam tanzen ließen, hat das zweite Album mehr Druck und Tempo zu bieten. Das liegt auch daran, dass die Band mittlerweile zu viert unterwegs ist, mit einem richtig guten Schlagzeuger welcher mit eben diesem Instrument der Musik mehr Kraft und Tempo gibt.
Ist das nun gut oder schlecht?
Immerhin habe ich das Debüt-Album damals mit voller Punktzahl bewertet, ist mir doch davor und auch danach keine so entspannte oldschool Scheibe untergekommen.
Die Songs sind nach wie vor sehr gut arrangiert, manche haben Hitpotenzial, wie z.B. das schon in die Ska-Pop-Ecke schielende "Shut Up" mit Chrissy Reggae am Gesang. Maskuliner und auch entschiedener kommt "If you don´t like it" daher.
Auch das textlich vielleicht etwas schwächere "Beer & Ska" hat Mitsing-Potenzial.
Das schöne Orgelstück "Who cares" ist eine wunderschöne Nummer zum tanzen und entspannen. In der dunklen Jahreszeit bringt dieser Song sogar etwas Karibik in das heimische Wohnzimmer.
Was das ganze Album anders macht, ist neben dem kompletten Schlagzeug auch das Mehr an Tempo. Das ist, wenn man das Album isoliert vom bisherigen Schaffenswerk betrachtet, positiv zu betrachten. So wird die Band wahrscheinlich zugänglicher und findet hoffentlich noch mehr Anhänger.
Stilistisch bietet die Band auf diesem Album mehr als auf ihren bisherigen Veröffentlichungen. Das muss man den Kölnern hoch anrechnen, dass sie sich aus ihrer Wohlfühlecke mit treuer Fangemeinde heraus wagen. Der ein oder andere Purist mag hier vielleicht die Nase rümpfen, aber...who cares?
Das Album hat jede Menge zu bieten. Vier gute Musiker machen gute Musik. Das ist unbestritten und sollte bei jeder Kritik, die man durchaus aufgrund der Stilentwicklung äußern kann, nicht vergessen werden. Das Album unterstreicht ,meiner Meinung nach, viel mehr die Klasse der Band. Die volle Punktzahl gibt es dieses Mal von mir trotzdem leider nicht. Dazu fehlt vielleicht einfach der Überraschungsmoment, den das erste Album hatte. Wobei, wie gesagt, wenn man das Album isoliert betrachtet...
Hoch anzurechnen ist übrigens, dass das sympathische Berliner Label PORK PIE die Band weiterhin unter Vertrag hat und dass es das Album nur in pysischer Form gibt.
Geschrieben von Frank am 23.01.2020, 20:25 Uhr
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