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ASHPIPE - SBANDATI
Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/ashpipepunk/
Es gibt Bands, die bringen ein Best-Of-Album bei einem runden oder zumindest halbrunden Jubiläum heraus. Das kann aber jeder.
ASHPIPE aus dem Piemont in Italien haben sich 2007 gegründet und sich entschieden jetzt ein Best-Of-Album herauszubringen. “13 Years and still waiting for Wave“ heißt das gute Stück und vereint auf über 73 Minuten 19 Songs, von denen 16 Songs zum bisherigen Werk der Band gehören, aber nochmal remastered worden sind. Die weiteren drei Songs gelten als Bonus. Ein unveröffentlichter Track ist auch dabei. Hier kann also auch der Fan bedenkenlos zugreifen.
Die Veröffentlichung kann als Best-Of gesehen werden, jedoch würde ich das Ganze noch mehr als Werkschau sehen. Das liegt zum einen an dem Umfang, an dem breiten stilistischen Spektrum welches die Band abbildet aber eben auch oder gerade deswegen, weil die Band viele Besetzungswechsel erlebt hat. Manche Musiker kamen und gingen und mache kamen wieder. Es ist nicht nur innerhalb der Band in den letzten 13 Jahren viel passiert. Die Band kann auf viele Konzerte zurückblicken, auf drei veröffentlichte Alben, sechs Singles und eine EP.
Wer die Italiener noch nicht kennt, ASHPIPE sind zu acht. Sie treten mit zwei Sängern auf, zwei Gitarristen, einem Schlagzeuger, einem Bassspieler, einem Keyboarder und einem Violine-und Mandoline-Spieler. Breit aufgestellt auf der Bühne, spielen Sie einen Sound der seine Wurzeln im Punkrock bzw. Rock hat. Die Violine bzw. Mandoline bringt eine dezente Folk-Note in die Songs, während das Keyboard die Melodiebögen unterstützt, zwar präsent aber selten dominant ist. Anhören tut sich das ganze nach mehr oder weniger treibend, nach vorne gehendem Punkrock mit Ska-und Folk-Einflüssen.
Die Mischung ist tanzbar, pogotauglich und eingängig im Ohr.
Textlich nimmt die Band kein Blatt vor den Mund und neben persönlichen Erlebnissen und Gedanken gibt es viel Gesellschaftskritik. Es gibt ja auch wahrlich vieles was nicht gut läuft, auf der Welt aber auch in Italien. Angefangen bei der Politik, beim Umgang mit Geflüchteten, beim Umgang mit Menschen denen es nicht gut geht und das natürlich alles mit linker, antifaschistischer Attitüde.
Wer die Band kennt, hört hier zumindest etwas Neues und wer die Band noch nicht kennt, aber mit Talco, Los Fastidios oder Banda Bassotti etwas anfangen kann, der sollte diesem Achter eine Chance geben.
Geschrieben von Frank am 23.06.2020, 19:51 Uhr
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