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GET DEAD - DANCING WITH THE CURSE
Weitere Informationen:
https://www.getdeadmusic.com/
https://www.facebook.com/getdeadband
Die neue Scheibe von GET DEAD reiht sich in die bereits jetzt schon sehr lange Reihe der Veröffentlichungen von Fat Wreck Chords ein, die dieses Jahr das Licht der Welt erblickt haben. Es scheint fast so, als ob dieser schlimme Virus Bands und Produzenten noch aktiver hat werden lassen.
GET DEAD bringen mit “Dancing with the Curse“ ihr fünftes Album heraus.
Die Band aus Kalifornien (Woher soll sie sonst kommen, bei einer Fat Wreck Band, möchte man fragen) hat mehr als zwei Jahre an dem Album gearbeitet.
Die Kalifornier haben sich in der Vergangenheit an vielen Stilen versucht. Das ist mal gut und mal sehr gut gegangen. Die Jungs haben immer das gemacht, auf was sie Lust hatten. Das dies auf diesem Album “Dancing with the Curse“ auch so ist, merkt man schon beim ersten Hören. Die Songs sind so produziert, dass sie gehört werden wollen. Sie wollen Aufmerksamkeit, sie bohren sich in den Gehörgang, sie wollen aktiv gehört werden.
Es ist ein großer Stilmix den GET DEAD dieses Mal auftischt. Man hört als Wurzeln den Punkrock der, natürlich, kalifornischen Schule. Dazu gesellt sich Hardcore und Hip Hop, Crossover, Skate-Punk durchaus auch mal Metal.
Alle Songs haben eins gemeinsam. Sie vereinen viele Stile und sind anspruchsvoll arrangiert. Dazu kommt die raue Stimme von Sänger Sam King. Diese gibt jedem Song eine ganz eigene Note. Mit dieser Stimme nimmt man Sam King alles ab, was er singt. Und was er singt ist relevant. Songs wie “Pepperspray“ oder “Confrontation“ könnten aktueller kaum sein.
Es ist doch immer wieder faszinierend, wie Songs, die eine Band vor einem halben Jahr oder noch mehr geschrieben hat, exakt heute so viel Relevanz haben. Es ist fast so, als ob die Band in die Zukunft schauen konnte. Das ist schon krass.
Es wird neben der aktuellen Situation (in den USA) auch viel persönliches verarbeitet. Gedanken zum Leben, natürlich die großen Gedanken, aber auch Songs die aus düsteren Gefühlen und Zeiten kamen. Diese Songs sprechen einen an, man kann mitfühlen, man versteht was gesungen wird. Es klingt nicht aufgesetzt, nicht gestellt, sondern echt.
Es ist ein Album was viele Voraussetzungen hat, gut zu gefallen und im Großen und Ganzen gefällt es auch. Das einzige was nicht nur beim ersten Hören auffällt ist, dass die Songs den Eindruck machen als wolle die Band in jedes einzelne Lied so viel wie möglich an Abwechslung rein packen. Dadurch wirken einige Songs überfrachtet. Das schnelle Spiel verstärkt den Eindruck dann teilweise noch, da es rüber kommt, als ob die Band hektisch weiter machen muss. Das ist kein großer Minuspunkt, aber Hier und Da wäre weniger mehr gewesen.
Trotzdem sollte man das neue Album von GET DEAD auf jeden Fall antesten.
Es ist ein Album für die heutige Zeit.
Es ist ein Album das von Herzen kommt.
Ein echtes Album in einer Plastikwelt!
Geschrieben von Frank am 05.10.2020, 19:15 Uhr
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