Design wechseln

Start » Reviews » WolfWolf & The Tuzemak Orchestra - Monster

WolfWolf & The Tuzemak Orchestra - Monster

WolfWolf & The Tuzemak Orchestra - Monster

CD Lux Noise Records 29.04.2022
  9 / 10

Weitere Informationen:
https://www.wolfwolfband.com/tuzemak/
https://www.facebook.com/thewolvesarecoming/


Huch, was ist das denn?

Ist das Polka?
Ist das Klezmer-Punk?
Ist das Blues auf Drogen?
Ist das Country-Dark-Trash von verrückten Menschen?

Ja, das muss es sein! Kein normaler Mensch macht so eine abgedrehte Musik.

WolfWolf sind eigentlich zwei Leute, nämlich Mister Wolf am Schlagzeug und Mister Wolf an der Gitarre. Die Band hat schon einige Veröffentlichungen hinter sich. Die Musik die da bisher erschienen hat, einen durchweg düsteren, verwegenen Sound. Alleine diesen Sound zu beschreiben ist schon schwierig. Irgendwo zwischen Dark-Punk, Rock´n´Roll, Oldschool Psychobilly, 60ties Sound, Johnny Cash und P. Paul Fenech.

Was sie jetzt allerdings mit dieser neuen EP veröffentlichen, öffnet den Horizont noch viel weiter. Mit dabei ist jetzt ein Bass bzw. eine zweite Gitarre, Trompete und Posaune.

So stand die Combo im Studio und dachte sich, was tun?

Mister Wolf sagte, wir haben da Songs und die anderen sagten “Cool“ und los ging es.

Von den sechs Songs sind zwei durchgedreht schnell, wie der Opener “Monster“ und wenn auch nicht mit ganz so viel Tempo “The Wolves are coming“.

Die weiteren Songs sind dann eher ruhig, fast gemächlich, jedoch mit einer düsteren Tiefe, die mich immer wieder an P. Paul Fenech denken lässt. Der Gesang von Mr. Wolf ist einfach sehr ähnlich, zumindest was die Art des Gesangs angeht, nicht die Tonlage. Überhaupt, dieser düstere Psychobilly...der kommt immer wieder durch. Auch Country und Blues definiere ich und vielleicht sogar etwas das ich als atmosphärischen Gothic beschreiben würde. Besonders gut bei “Lucifer“ zu hören.

Bei “Count Vlad“ kommt etwas mehr der 60ties Sound gepaart mit Rock´n´Roll zur Geltung. Hier ist aber auch eine sehr trashige, schwer zu fassende Note drin.

Beim letzten Song auf den ich eingehe “I crushed the Devil“ geht es stark in die Country und Blues-Ecke. Es ist ein düsterer Song. Es liegt eine Atmosphäre des Unheimlichen über diesem Song, obschon es den Bläsern gestattet wird hier einige musikalische Sonnenstrahlen gekonnt einzuflechten.

Die EP ist musikalisch etwas, was mir wirklich sehr gefällt. Atmosphärische Songs die mehr zur Nacht als zum Tage gehören.

In der Nacht, im Dunkeln, entfalten die Songs, außer vielleicht der Opener, eine ganz besondere (Sog-)Wirkung, die ich so schon lange nicht mehr gespürt habe.

Die EP gibt es auch als 12“-Vinyl, limitiert auf 300 Stück!!


Geschrieben von Frank am 19.05.2022, 19:08 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

BRAUSEPÖTER - FREI VON ALL DEM HIER

BRAUSEPÖTER...noch nie gehört! Wer ist das? Keine Ahnung? Ich hatte auch keine Ahnung, bis das Album in meinem Briefkasten lag und ich mir den beiliegenden Infozettel zu Gemüte geführt...

Weiterlesen

MELONBALL - TAKE CARE

Nürnberg ist ja auch so eine Bastion des Punkrock und des politisch, linken Engagements in Bayern. Die Stadt die mit dem Erbe des Reichsparteitagsgeländes umgehen muss hat 2019 etwas Besonderes...

Weiterlesen

DANNY BRYANT - NOTHING LEFT BEHIND

DANNY BRYANT ist am 26.07.1980 geboren und hat in seiner musikalischen Karriere bereits 16 Alben veröffentlicht. Das ist eine Menge Holz. Jetzt kommt Album Nummer 17, welches auf den Namen...

Weiterlesen

SONDASCHULE - wir bleiben wach (CD/LP/Digital)

Hurra, die SONDASCHULE ist wieder in der Stadt… Naja, erst einmal nur auf dem Plattenteller, dem CD-Player oder den anderen digitalen Medien. Aber ab November geht`s auf Tour, wobei aber viele...

Weiterlesen

THEILEN - niederbrennen weitermachen (LP / Stream)

Gut das es heutzutage noch junge kreative Punkrockbands gibt, die ihr eigenes Ding machen und auf den Mainstream scheißen… So wie es Fritz Theilen gemacht hat, der seinem HJ-Jungzugführer in...

Weiterlesen

DORFTERROR - SCHREIKINDER

Schon mutig, wenn sich eine Band in der heutigen Zeit einen Namen gibt, in dem das Wort “Terror“ vorkommt. Früher gab es ja mal eine Band die nannte sich “Fluchtpunkt Terror“, Nach...

Weiterlesen