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RONG KONG KOMA - DELFINE DER WEIDE
Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/rongkongkomaberlin/
http://rongkongkoma.de/
Was ist das für ein Bandname RONG KONG KOMA?
Klingt nach King Kong und alter Oma.
So kann sich auch nur eine Band aus Berlin nennen.
Ja, wahrlich, eine Band aus Neuendettelsau würde sich niemals so nennen.
Es ist das zweite Album der Band, die sich dieses Mal auch eine Dame ins Studio eingeladen hat und zwar Apokalypse Vega von den Acht Eimer Hühnerherzen. Mit ihrer leicht kreischig, meckernden Stimme passt sie gut zu den Acht Eimer Hühnerherzen, aber bei Rong Kong Koma klingt es nach zu viel gewollt und zu wenig gekonnt. Die Stimme ist zu laut und zu schrill für meinen Geschmack.
Die Songs die von Sebastian Kiefer gesungen werden sind dagegen stimmlich perfekt gestaltet. Nicht zu laut und nicht zu leise und nicht zu weich und nicht zu rau.
Die zehn Songs der Berliner sind textlich irgendwo zwischen Element of Crime, Pascow und Love A. Manchmal kryptisch, manchmal nur aneinandergereihte Zeilen und trotzdem ergibt alles einen Sinn. Viel mehr sogar, die Texte sind tiefgreifend, nachdenklich, traurig, sehnsuchtsvoll und zutiefst realistisch.
Musikalisch bewegen sich die Berliner im Bereich Punkrock und Rock. Man ist allerdings weit entfernt von der Ruhe von Element of Crime oder AnnenMayKantereit. Es gibt zwar auch etwas ruhigere Songs wie das großartige “Laut und Leer“, insgesamt ist die Band aber deutlich krachiger als die beiden genannten Referenzen.
Rong Kong Koma haben mit diesem Album einen ganz eigenen Musikstil gefunden, der perfekt zu den Songs passt und ganz eigenständig ist. Ein seltener Solitär.
Das wirklich schöne ist, dass die Band ihre Texte nicht raus schreit und nicht weinerlich ins Mikro heult, sondern wirklich singt. Selbst da wo beim Hören ein Schrei passen könnte, weil ähnlich so schon bei Love A oder Pascow gehört, bleibt die Band ruhig und der Gesang wird eine Spur kräftiger aber weit weg von emotional überbordendem Schreien. Genau das macht diese Scheibe so richtig gut.
Sehnsucht, Traurigkeit, Provokation verpackt in passendem Punkrockgewand. Eine Platte die mich mehr als überrascht hat. Sie hat mich geflasht!
RONG KONG KOMA haben auf “Delfine der Weide“ alles richtig gemacht.
Das Album gibt es übrigens nur digital oder als Vinyl in türkis.
Geschrieben von Frank am 29.10.2022, 13:06 Uhr
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