Design wechseln

Start » Reviews » SPIRITWORLD - DEATHWESTERN

SPIRITWORLD - DEATHWESTERN

SPIRITWORLD - DEATHWESTERN

CD CENTURY MEDIA RECORDS 25.11.2022
  6 / 10

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/spiritworldprophet/


Wer mit Agnostic Front auf Tour ist, der muss schon einiges drauf haben. Die Band aus New York ist mittlerweile nicht nur eine der am längsten bestehenden Hardcore-Bands sondern schlichtweg eine Institution.

SPIRITWORLD bringen mit “Deathwestern“ ihr zweites Album heraus. Der Titel könnte als Wortspiel verstanden werden aber auch als politisches, gesellschaftliches Statement, ja sogar als Statement zur Vernichtung der First-Nations durch die weißen Siedler. Nun sind wir im Hardcore und da wird nicht in Diskussionszirkeln jedes Wort auseinandergenommen bis der Mund fusselig wird, sondern hier geht es zur Sache.

Nach einem kurzen Intro legt die Band aus Las Vegas brachial los. Das klingt krass und derbe und vor allem etwas überproduziert. Vielleicht liegt das auch an meinen normalen Boxen, aber wer der Hardcore hört hat schon High-End Boxen zu Hause?

Die Gitarren sind sehr fett und dominieren die Songs im Zusammenspiel mit dem Schlagzeug. Der Gesang, schön oldschool wie die Songs, passt sehr gut und hat eine sehr ausgewogene Mischung aus Wut und Kraft.

Es macht schon sehr Spaß “Deathwestern“ zu hören, obwohl ich den fetten Sound doch etwas übertrieben produziert finde. Ja, vor allem die Gitarren haben eine gewisse Nähe zum Trash Metal bzw. Metal a la Pantera, aber muss es so fett sein? Nur weil man es kann, muss man nicht alles machen.

Der Bezug zum Western, also den Filmen, die Kleidung und der Gestus vergangener Tage passt schon irgendwie, aber auch hier kommt es mir etwas aufgesetzt vor.

SPIRITWORLD haben mit “Deathwestern“ kein schlechtes Album veröffentlicht. Sie zeigen was sie können und warum Agnostic Front sie mit auf Tour genommen hat. Wenn sie beim nächsten Album nach der Maßgabe “Weniger ist mehr“ vorgehen würden, würden sie mir garantiert noch besser gefallen.


Geschrieben von Frank am 17.11.2022, 20:30 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

Kreator - Hate Über Alles

Als Laie in einem Musikgenre freue ich mich, wenn ich mich auf bekannte Marken verlassen kann, die für Qualität stehen. KREATOR hat diese Funktion für Pott-Thrash-Metal, und seit Jahren hat die...

Weiterlesen

ST. ARNAUD - LOVE AND THE FRONT LAWN

Als Rezensent bekommt man immer mal auch Musik angeboten, die nicht ganz in den eigentlichen Fokus oder Musikgeschmack passt, denn man für sich ausgemacht hat. Oft ist das Musik die mich nicht...

Weiterlesen

MONCHI: NIEMALS SATT - Über den Hunger aufs´Leben und 182 Kilo auf der Waage

FEINE SAHNE FISCHFILET. Eine Band die sich den Arsch abgespielt hat und die vor dieser elenden Pandemie das erreicht hat, womit niemand gerechnet hatte. Sie waren in einer Liga mit den ganz...

Weiterlesen

GWAR - THE NEW DARK AGES

GWAR!! GWAAAAARRRR!!! Die Monster aus der Hardrock-Dungeon, die Bösen aus dem Verlies des Metal, die Unheilvollen aus der Trash-Metal-Hölle...sie haben es wieder getan. Passend zur...

Weiterlesen

THE URGONAUTS - NAMASSA

THE URGONAUTS ist eine Band aus dem nördlichen Italien, genauer gesagt aus Cesena. Den Bandnamen haben sich die neun Musiker die kollektiv zusammenarbeiten selber gegeben. Über die Bedeutung...

Weiterlesen

RONG KONG KOMA - DELFINE DER WEIDE

Was ist das für ein Bandname RONG KONG KOMA? Klingt nach King Kong und alter Oma. So kann sich auch nur eine Band aus Berlin nennen. Ja, wahrlich, eine Band aus Neuendettelsau würde sich...

Weiterlesen