Design wechseln

Start » Reviews » P. Paul Fenech - Demon Seed Rising

P. Paul Fenech - Demon Seed Rising

P. Paul Fenech - Demon Seed Rising

CD Mutant Rock Records 28.10.2022
  9 / 10

Weitere Informationen:
https://de-de.facebook.com/ppaulfenechofficial/


P. Paul Fenech, ein Name den jeder Psychobilly kennt.

Herr Fenech ist nicht nur Kopf der für viele einzig wahren Psychobilly-Band The Meteors, sondern er veröffentlicht auch in schöner Regelmäßigkeit Solo-Alben. Diese Alben hören auf so verlockende Namen wie z.B. “International Super Bastard“ oder “The F-Word“. Das neueste Werk hört auf den schönen Namen “Demon Seed Rising“. P. Paul Fenech bleibt sich also von den Titeln weiterhin treu. Das Dunkle, das Unheimliche, das Angsteinflößende ist das was ihn nach wie vor fasziniert und nicht nur ihn.

Mit diesem Album geht es also um die Saat der Dämonen. Es dreht sich um die Dämonen vor allem in uns...in ihm, in der Welt von P. Paul Fenech.

Die Welt des Sängers von The Meteors ist dunkel, voller Ablehnung, voller Hass aber auch voll von Sehnsucht und Verletzbarkeit. Das wird jetzt keine Psychoanalyse, aber wer sich mit Schaffen dieses Menschen auseinandersetzt, der kommt zwangsläufig auf diese Punkte zu sprechen. Es sind Themen die das Leben von P. Paul Fenech durchziehen. Es sind Themen die unser aller Leben durchziehen, vor allem derjenigen die den Rock´n´Roll mit all seinen Facetten lebten und leben. So ist es auch nicht verwunderlich, dass auf diesem Werk, welches 18 (!) Songs umfasst solche Titel auf der Trackliste stehen, wie:

Not enough time to say how much I hate you

Planet of the Brain Eaters

The Devils Tango

Cold cold Ground

Musikalisch bleibt sich P. Paul Fenech ebenfalls treu. Überraschungen sind seit den letzten Solo-Platten schon kaum vorhanden gewesen. Wieso sollte dies auf diesem Album anders sein? In gesetztem Alter, in diesem befindet sich der gute Herr wie viele seiner Fans, ist so was auch nicht nötig. Der ganz eigene Stil der düsteren und minimalistischen Rock´n´Roll, Country, Psychobilly der ganzen alten Schule und düsteren Gitarren-Rock umfasst ist genau der Sound der schon seit vielen Alben sein Markenzeichen ist. Nicht zu vergessen natürlich die Stimme. Eine Reibeisen-Stimme singt wohlüberlegt die oft kargen Texte. Leid, Wut, Resignation, Hass, aber auch Sehnsucht sind zu hören.

Alles wie immer, möchte ich sagen, auch wenn ich finde, dass dieses Werk vielleicht organischer ist als die letzten Alben, aber das ist sicherlich Geschmackssache und kann auf einem der in diesem Jahr geplanten Konzerte diskutiert werden.


Geschrieben von Frank am 27.01.2023, 11:06 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

Kreator - Krushers Of The World

Wie die Zeit vergeht. Schon wieder 4 Jahre her, dass ich KREATORs Hate Über Alles besprechen durfte. Die alten Herren hauen aber fleißig Alben neue Alben raus . Krushers of the World ...

Weiterlesen

MELONBALL - TAKE CARE

Nürnberg ist ja auch so eine Bastion des Punkrock und des politisch, linken Engagements in Bayern. Die Stadt die mit dem Erbe des Reichsparteitagsgeländes umgehen muss hat 2019 etwas Besonderes...

Weiterlesen

THE WALTONS - IT´S CHRISTMASTIME

Zu Weihnachten immer die gleichen Lieder? Das muss nicht sein! Endlich gibt es Abhilfe zu den schnöden Weihnachtsliedern der Kirchenchöre. THE WALTONS haben sich die Weihnachtsmütze auf...

Weiterlesen

HI MUM - GHOSTWOOD

HI MUM, eine vierköpfige Band aus Nürnberg hat am 27.03.2026 ihr erstes Album auf den Markt gebracht. Das Machwerk erscheint digital und als Vinyl. HI MUM hat ihre Wurzeln in der Band MAFFAI,...

Weiterlesen

BRAUSEPÖTER - FREI VON ALL DEM HIER

BRAUSEPÖTER...noch nie gehört! Wer ist das? Keine Ahnung? Ich hatte auch keine Ahnung, bis das Album in meinem Briefkasten lag und ich mir den beiliegenden Infozettel zu Gemüte geführt...

Weiterlesen

CRIM - FUTUR MEDIEVAL

Vor fast drei Jahren habe ich die letzte Veröffentlichung von CRIM für dieses kleine Fanzine namens ramtatta.de besprochen. Der Link zu dieser Review ist folgender: ...

Weiterlesen