FAKE NAMES – EXPENDABLES

Review

FAKE NAMES

EXPENDABLES

Genre
CD
Label
Epitaph
Datum
16.03.2023
Autor
Frank
7 /10

Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, dass es in letzter Zeit viele Bands gibt, die seit maximal einer handvoll Jahren existieren und sich aus bekannten Mitgliedern anderer existierender und nicht mehr existierender Bands rekrutieren. Wahrscheinlich ist das eine Momentaufnahme die nicht der Realität entspricht. Wobei natürlich viele Musiker, die die dreißig überschritten haben schon mal in anderen Bands gespielt haben. Wieso kam ich auf den Gedanken? Ich kam auf den Gedanken wegen FAKE NAMES.

FAKE NAMES sind eine Band die 2020 ihr erstes Album veröffentlicht hat und nun ihr zweites draußen hat. Die Band setzt sich aus Mitgliedern zusammen die u.a. bei Minor Threat, Refused und Fugazi gespielt haben.

Eine brisante Mischung sollte man meinen.

Ganz anders die Musik.

FAKE NAMES präsentieren auf “Expendables“ zehn Lieder die wirklich sehr gefällig im Midtempo daherkommen und Einflüsse von ´77er-Punk, Beat, kratzigem Brit Pop und Indie aufzeigen. Eine Mischung die so, von den Männern die früher so harte Musik gemacht haben gar nicht zu erwarten war und doch...es macht durchgehend Spaß dem Album zuzuhören.

Die fünf gestandenen Musiker wissen wie es geht und so besitzen die zehn Songs, die so wohlgefällig und radiotauglich aus den Boxen kommen, viel Melodie und Biss. Es ist nicht das vordergründig bissige, harte, was z.B. die Musik von Minor Threat ausmachte. Es ist vielmehr der Sound von gestandenen, erfahrenen Männern die hier zeigen was sie können. Ein Gespür für Melodien ist unbestritten vorhanden und dass es im Alter etwas ruhiger zu gehen kann ist wahrlich keine Schande.

Wie viele Musiker die die 40 überschritten haben, hören auf weil sie es aus verschiedensten Gründen nicht mehr packen groß was aufzubauen.

FAKE NAMES haben noch die Kraft etwas auf die Beine zu stellen und man munkelt, dass die Band möglicherweise dieses Jahr auch nach Europa kommen wird. Hier, da bin ich mir sicher, werden sie gebührend empfangen und wenn sie die zehn Lieder dieser Platte live spielen, wird ihnen Dank und Applaus gewiss sein.

FAKE NAMES haben mit diesem Album eine kleine Perle (nicht nur) für die ältere Generation erschaffen.

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