Design wechseln

Start » Reviews » REDEEM - Eleven

REDEEM - Eleven

REDEEM - Eleven

CD
  4 / 10

Aha, wieder was gelernt. Es gibt eine Musikart, die New Rock heißt und deren Genregrößen Creed oder auch Audioslave heißen. Was ich gerade erst gelernt habe, wussten die drei Schweizer von REDEEM wohl schon etwas länger und haben beschlossen, sich an eben diesen Größen zu orientieren und die Welt ebenfalls um ein weiteres New Rock Album zu bereichern. Dieses Album heißt „Eleven“ und umfasst elf Songs, in deren Entstehung offenbar mehr Zeit investiert wurde, als in das Ausdenken des Albumtitels. Die Aufnahmen sind anständig und der Sound ist fett. Die Instrumente machen ordentlich Druck und werden von Leuten gespielt, die diese auch beherrschen. Vom Tempo her gibt es wenig schnelle Passagen, aber der Drummer knüppelt schon kräftig auf die Felle. Der Sänger hat eine angenehme Stimme, sowohl beim Singen, als auch beim Schreien. Mich erinnert diese New Rock Musik Darbietung so ein bisschen an den 90er Jahre Grunge mit einem ordentlichen Schuss Ugly Kid Joe. Für den Hausgebrauch stellt dieses Album für mich definitiv eine brauchbare Alternative zum Radioprogramm dar, aber auf meinem nächsten Walkmantape wird vermutlich keiner der elf Songs vertreten sein und ich glaube auch, dass ich mich auf einem Livekonzert trotz einiger Momente, die das Album zu bieten hat, eher langweilen würde. Ich stehe da eher auf schnelles Gebolze. Trotzdem ist dieses Album mit Sicherheit alles andere als schlecht und wer New Rock mag, wird hier vermutlich bestens bedient. Im Booklet lassen sich dann noch alle Texte nachlesen. Meine Anspieltipps nach fünfmaligem Durchhören sind jedenfalls „Splendid“ (Song 1), „Black Monkey“ (Song 4) und „Dreams You`ve lost along the Way“ (Song 8). Vielleicht heißt das Album ja auch „Eleven“, weil man es elfmal hören muss, damit es einem komplett gefällt?! Bis ich diese Frage beantworten kann, brauche ich jedoch erstmal eine Pause.
http://www.redeem.ch
http://www.oneandonerecords.de

Geschrieben von Christian am 10.11.2006, 00:00 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

BENJAMIN ST. BABYLON - VOLKSMUSIK

Vor mehr als sechs Jahren schrieb ich eine Review für ramtatta.de über das Buch von BENJAMIN ST. BABYLON. Das Buch hört auf den schönen Namen “Gedankenjazz“ und die Review ist hier zu...

Weiterlesen

DR. DREXLER project - Neoliberale Kackscheiße

Beim ersten Hören des Albums habe ich gedacht, dass ich in einer Zeitkapsel auf Reisen geschickt worden bin. Die Kapsel hat mich direkt in eine Zeit katapultiert in der NDW auf experimentellen...

Weiterlesen

BOOZE & GLORY - whiskey tango foxtrot (CD/LP)

„Whiskey Tango Foxtrot” – WTF – What The Fuck – „Whiskey Tango Foxtrot”, das neue Album der englischen Oi!-Streetpunk-Band BOOZE & GLORY zeigt sich gewohnt kurzweilig, ruck-zuck...

Weiterlesen

Braunkohlebagger - Angstapparat

Was kann man von einem Album erwarten, dass auf den Namen “Angstapparat“ hört? Was kann man von einer Band erwarten die sich BRAUNKOHELBAGGER genannt hat? Fünf Männer haben nach ihrer...

Weiterlesen

ZSK - FEUER & PAPIER

ZSK haben es wieder getan. Die Berliner bringen mit “Feuer & Papier“ ein neues Album heraus, was vom Titel die gleiche Architektur wie das letzte Album hat. “Hass Liebe“ benannte zwei...

Weiterlesen

CRIM - FUTUR MEDIEVAL

Vor fast drei Jahren habe ich die letzte Veröffentlichung von CRIM für dieses kleine Fanzine namens ramtatta.de besprochen. Der Link zu dieser Review ist folgender: ...

Weiterlesen