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THE STEWARDESSES - PUSSY EMPIRE HEBT AB
Weitere Informationen:
http://www.pussy-empire.de/
http://www.myspace.com/pussyempirerecordings
Hier ist was ganz Besonderes am Start.
Das Label Pussy Empire aus Hamburg ist zehn Jahre alt geworden. Zehn Jahre, in Zeiten von illegalen Downloads und einbrechenden Verkaufzahlen von CDs ist das eine halbe Ewigkeit.
Zum zehnjährigen könnte man jetzt einfach was auf den Markt schmeißen, was zehn Jahre Labelgeschichte abbildet. Das wird gekauft und von der Presse beachtet. Standard, kennt man.
Die Labelgründerinnen Catharina und Chantal wollten aber keinen Standard, also haben sie sich was Besonderes einfallen lassen.
Fünf Frauen spielen bekannte Songs von anderen Bands in neuen akustischen Versionen.
Kennt man vielleicht auch, obwohl mir eine All-Girl-Band in diesem Bereich noch nicht bekannt ist, aber vielleicht mag es das auch schon geben.
Aber was es noch nicht gibt, ist das was die fünf Damen hier machen. Sie spielen Songs von Grönemeyer, Rammstein, Das Bo, Tokio Hotel oder Polarkreis 18.
Schon alleine wegen dieser Aktion gebührt Catharina, Chantal, Katriana, Illute und Birgit Fischer größter Respekt. Sich alleine an diese Songs zu wagen!
Was die Frauen, von denen jeder Song jeweils nur von einer Dame interpretiert wird, aus den Songs dann aber tatsächlich gemacht haben, hat meinen Mund lange offen stehen lassen.
Der erste Song ist “Mensch“ von Grönemeyer. Grönemeyer geht gar nicht, in meinen Augen. Konnte den schon als Kind nicht leiden und das hat sich als Erwachsener auch nicht geändert. Außer “Gebt den Kindern das Kommando“ ist der Bochumer komplett überflüssig für mich.
Was Katriana aus dem Song akustisch gemacht hat, lässt mich den Song nicht nur gerne hören, sondern macht ihn zu einem meiner Lieblingslieder des Albums. Das ist vollkommen irre, aber es ist so. Das filigrane, sanfte Gitarrenspiel, die sehnsuchtsvolle, traurige Stimme und die Stimmung die der Song erzeugt, das ist Wahnsinn. So lässt sich sogar Grönemeyer hören!
Schwer beeindruckt bin ich, und es soll genauso weiter gehen.
“türlich, türlich“ ist ein Song bei dem man denkt, dass dieser akustisch schlichtweg nicht umsetzbar ist, aber auch das geht. Wenn man sich so viel Mühe wie Catharina Boutari macht, dann geht das richtig gut.
Ich bin schon richtig baff. Mehr brauch ich nicht, die folgenden Songs können eigentlich nicht noch besser werden.
Die weiteren Songs “Allein, allein“(Polarkreis 18), “Is it cos I´m cool“( Mousse T) und der Element of Crime - Song “Weißes Papier“ kommen an die beiden ersten Songs (ach was Songs, das sind Hits!) nicht ganz heran, wobei die Versionen auch interessant und musikalisch großes Kino sind. Es ist hier Kritik auf hohem Niveau. Eigentlich ist es nicht Kritik sondern eher das was einem vom Herzen her am meisten zusagt. Ungefähr so, als wenn man im Autohaus zwischen fünf Supersportwagen steht und sich für zwei entscheiden muss. Eigentlich geht es nicht, aber irgendwie schafft man es trotzdem.
Danach haucht Illute “Major Tom“ neues Leben ein, und zwar so ein Leben, dass es einem heißkalt den Rücken runter läuft. Diese leicht raue Stimme, die mehr erzählt als singt und einen richtig mitfiebern lässt mit der Story des Songs. Wow!
Was diese fünf Frauen den Songs gegeben haben ist nicht weniger als neues Leben. Es sind komplett neue Songs mit komplett neuer, anderer musikalischer Basis ( “Weißes Papier“ ist hier ausgenommen). Wer bisher Zweifel hatte, ob diese Frauen tatsächlich fantastische Musikerinnen sind, der bekommt mit dieser Scheibe den Beweis, dass dem wirklich so ist.
Die fünf Frauen als “The Stewardesses“ sind ein Traum.
Die dreizehn Songs von “Pussy Empire hebt ab“ sind alle gigantisch gut, vor allem wenn man sieht, was das alles für Originalversionen sind. Das ist ganz großes Kino.
Ich bin baff, begeistert, überwältigt, überrascht und fasziniert. Schon lange hat mich eine Veröffentlichung nicht mehr so umgehauen.
Danke PUSSY EMPIRE, für diese musikalische Entdeckungsreise und Offenbarung!
Ich verneige mich vor Ehrfurcht!
Geschrieben von Frank am 15.02.2012, 00:00 Uhr
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