Design wechseln

Start » Reviews » AGGRESSORS - BELFAST CITY

AGGRESSORS - BELFAST CITY

AGGRESSORS - BELFAST CITY

CD BLACK BUTCHER RECORDS 23.07.2014
  9 / 10

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/pages/Aggressors-BC/310434925895


Manchmal denke ich, dass es kaum noch gute neue Bands gibt. Die Roots von damals werden von den alten Bands zelebriert und Konzerte von denen erinnern ein wenig an Heimatabende aber nicht an Stunden in denen eine Subkultur zusammenkommt.
Zu den Lichtblicken die es durchaus gibt gesellen sich AGRESSORS aus Belfast in Nordirland. Die Band hat sich 2009 gegründet und neben Touren durch UK, Wales und Schottland sich auch sehr viele Gedanken über die eigene Musik gemacht.
Herausgekommen ist etwas ganz wunderbares.
Der Gesang erinnert etwas an The King Blues (R.I.P.), der Beat ebenso, dann geht es in Richtung der alten Ska-, Rocksteady-und Reggae-Helden. Von den Melodien her gesehen gesellt sich auch eine Prise Ska-Pop zu den Zutaten die jedem einzelnen der 13 Songs zu seiner Einzigartigkeit verhelfen.
Entspannt, tanzbar, politisch und melodiös, so lässt sich der Sound der Band aus Belfast beschreiben. Neben dem Augenmerk auf gute Songs hat die Band es auf jedem der dreizehn Songs geschafft, eine klare Message rüberzubringen und zwar so auf die Essenz runtergekocht, dass es schon erfrischend ist das Booklet zu lesen. Kein Bla-Bla, hier kommt man schnell auf den Punkt und formuliert klar wie man Dinge sieht und wo man steht. Das ist in seiner Kürze ungewöhnlich weil es so kaum noch gemacht wird. Es ist wunderbar, wenn man in acht kurzen Zeilen liest um was es sich beim Skinhead-Sein handelt. Oder der Opener der Platte “The Tone of the Times“, der uns die Frage stellt warum wir (in der Subkultur) so weit voneinander sind obwohl wir in vielerlei Hinsicht die gleichen Ansichten und Träume haben. Ist eine Stimme für alle nicht kräftiger als wenn jeder alleine schreit?
Natürlich hat die Stadt Belfast auch einen festen Platz auf dem Album. Zwei Songs handeln über die Stadt, die wahrscheinlich einer der speziellsten Städte Europas, vielleicht sogar der Welt ist.
Das dieses Album das Debüt der Band ist lässt sich kaum glauben, so ausgereift und lässig wie die Songs aus den Boxen kommen. AGRESSORS wissen um was es geht und wo man her kommt. Sie haben das Herz am rechten Fleck und bringen das mehr als gut mit ihrer Musik rüber.




Geschrieben von Frank am 10.12.2014, 20:07 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

BEGINNINGS - RECOVER

Nach I WALK THE LINE hatte ich lange nichts mehr von Ville Rönkkö, dem Sänger der Band gehört. Seine markante Stimme hatte mich mit seiner Band I WALK THE LINE in den Bann gezogen. Seine...

Weiterlesen

ACHT EIMER HÜHNERHERZEN - album

Ich kann denken, denken, denken und dann irgendwann was sagen. Dit stimmt. Kannste nüscht sagen. Is so. Nur denken viele nich und sagen trotzdem wat. Is och so. Ich verfalle schon wieder...

Weiterlesen

THE OFFENDERS - CLASS OF NATIONS

Heißt es nicht, das siebte Album ist verflixt? Wie das verflixte siebte Jahr? Nun, THE OFFENDERS machten bis zum siebten Album mehr oder weniger das, was sie seit Gründung der Band gemacht...

Weiterlesen

KOTZREIZ - nüchtern unerträglich (CD, LP, Digital)

Der KOTZREIZ, die KOTZREIZ , das KOTZREIZ , neee.... Die 3 Jungs von KOTZREIZ so !!! Vor 10 Jahren, 2010, das Debütalbum der Berliner „Du machst die Stadt kaputt“ schlägt ein wie...

Weiterlesen

DUNE RATS - HURRY UP AND WAIT

Da denkst du, der Sound von BLINK 182, den alten GREEN DAY und eigentlich allem Punkrock der nur aus Guter Laune besteht, ist lange Vergangenheit, doch dann kommen DUNE RATS vorbei. DUNE RATS...

Weiterlesen

THE BOMPOPS - Death in Venice Beach

Manchmal kommen Sie wieder... Wer dachte Pop-Punk mit catchy Melodien, Chören, Frauengesang und einem Hang zur guten Laune wäre tot, der irrt! THE BOMPOPS bringen in diesem Jahr ihr zweites...

Weiterlesen