» Übersicht
» Neuigkeiten
» Reviews
» Interviews
» Konzertberichte
» Links
» Suchen
» Kontakt
» Über uns
» Datenschutz
» Impressum
Raised Fist - From The North
Weitere Informationen:
http://www.raisedfist.com/
Wer lässt sich schon gern anschreien? Ich, zum Beispiel. Wenn das so übergeschnappt und schrill durchgehalten wird wie bei RAISED FIST, dann bitte ich sogar darum, dass ich nicht geschont werde. Das hier ist für mich die erst Begegnung mit den Schweden seit fünfzehn Jahren, und die erste ist mir noch rege im Gedächtnis: Wie die Typen völlig ironiefrei ihre Hardcore-Gestik im aachener AZ zu gnadenlos rasender Prügelmucke darboten, hat mich beeindruckt. Die Platte dazu war nicht minder bemerkenswert, ein Bass, bei dem man endlich mal hört, dass die Saiten aus Stahl sind, besagter Heiserkeitskandidat am Mikro und Tempo, Tempo bis zum Überschlag. Mittlerweile liegen nicht wenige Jahre und Alben dazwischen, die Band hat sich einen gebührenden Status erspielt und ich freue mich über ein Wiederhören mit einem alten bekannten.
Die Markenzeichen ihrer Musik haben RAISED FIST klugerweise beibehalten, es sind aber doch einige Variationen des Grundmusters hinzugekommen. Schnarrender Bass, schnatternder Sänger, schmetternde Gitarren, aber so viele melodische Hymnen gab es vorher noch nicht. Das bleibt hängen und muss live einen dicken Hallelujah-Effekt geben, nur ohne Gott und mit Mosh Pit. Auch Punkrock-Stücke sind vertreten, und sogar das Geschrei geht dann in etwas ähnliches wie Gesang über, nur um mich dann im Refrain wieder Niederzubrüllen. Überhaupt ist die Stimme bei RAISED FIST seit langem mehr ein Rhythmusinstrument, und folgerichtig bewegen sich manche Stücke deutlich in Richtung Rapcore. Nicht funky, nicht groovy, aber eine schöne Abwechslung, die eine aufpeitschende Spannung aufbaut und in Gitarrenwänden entlädt. Am Schluss habe ich hier wahrscheinlich alle Gitarrenanschläge, alle Breakdowns und alle D-Beats, die Hardcore so mitreißend machen, einmal meisterlich hingeknallt bekommen und kann verschwitzt und ausgepowert meine Kopfhörer absetzen. Was mache ich jetzt mit all meinen kaputten Möbelstücken?
Geschrieben von King Kraut am 11.03.2015, 20:45 Uhr
Kommentieren
Weitere interessante Reviews
CRIM - FUTUR MEDIEVAL
Vor fast drei Jahren habe ich die letzte Veröffentlichung von CRIM für dieses kleine Fanzine namens ramtatta.de besprochen. Der Link zu dieser Review ist folgender: ...
THEILEN - niederbrennen weitermachen (LP / Stream)
Gut das es heutzutage noch junge kreative Punkrockbands gibt, die ihr eigenes Ding machen und auf den Mainstream scheißen… So wie es Fritz Theilen gemacht hat, der seinem HJ-Jungzugführer in...
THE AUTOCRATICS - NO TIME TO WASTE
THE AUTOCRATICS sind eine japanische Ska-Band die sich 2007 in der Hauptstadt Tokio gegründet haben. Die Ska-Szene ist eng vernetzt und Entfernungen spielen keine Rolle,. So haben die Japaner...
BLONDIE - NO EXIT
BLONDIE gründete sich, da war ich bestenfalls in Planung. So lange ist es schon her, dass diese Band Musikgeschichte geschrieben hat. Nun erscheint ihr siebtes Album, ursprünglich 1999...
SCHRENG SCHRENG & LA LA - CATCH & RELEASE
Search & Destroy kenne ich, aber was ist “Catch & Release“? “Catch & Release“ ist ein Begriff der aus dem Angeln kommt. Es bezeichnet, einen Fisch zu fangen und dann wieder frei zu...
THE NO - DAS LEBEN IST SCHÖN
Was passiert wenn Musiker eine Band gründen, diese dann auflösen und doch wieder Bock darauf haben gemeinsam Musik zu machen, die wie die Band klingen darf die sie aufgelöst haben? Dann...
