Design wechseln

Start » Reviews » Dark Zodiak - See You In Hell

Dark Zodiak - See You In Hell

Dark Zodiak - See You In Hell

CD STF Records 27.03.2015
  3 / 10

Weitere Informationen:
http://www.dark-zodiak.de/


Hat mal jemand die Zahl der Totenköpfe auf Albumcovers gezählt? Finnische Musikwissenschaftler haben errechnet, dass sie, alle aneinandergereiht, eine Strecke bis zum Planeten Eternia ergäben. Dort wohnt Skeletor, He-Mans böser Gegenspieler, Urvater des Schädel-Covers. Kleiner Tipp: Während meine Mami sich noch von Gerippen abgestoßen fühlt, lösen sie bei den meisten Menschen - wegen der Überschädelung unserer Subkkulturen - nur noch Langeweile aus.

DARK ZODIAK aus Baden-Württemberg nun. Ein kurzes, aber effektives Intro, wo die Waffen einmal präsentiert werden – jetzt wird’s hart. Und es bleibt hart. Ein eisernes Nashorn verwüstet mein seelisches Blumenbeet. Etwas rumpelt der Sound zwar, aber sauber gespielter, trashiger Death-Thrash. Auffällig ist dabei definitiv der tief gurgelnde und kreischende Gesang der Sängerin Simone. Die Texte sind übrigens gut verständlich – das ist gerade bei Growling nicht immer so. Pluspunkt. Die englischen Texte handeln von Umweltschutz und finsterer Metal-Symbolik. Das passt nicht so wirklich zusammen und irritiert/belustigt mich, vor allem in Kombination mit dem genretypischen Dämonengesang.

Die Songstrukturen erscheinen auch bei mehrmaligem Anhören chaotisch und willkürlich. Schade, denn für sich genommen gute Riffs werden teilweise unvermittelt aneinandergeklatscht, und man ist wieder ganz woanders, ehe man sich auf den Song einlassen kann. Gegen Ende des Albums steigt noch einmal die Eingängigkeit und die Band fetzt mit mehr Enschlossenheit los. Damit kann Sie mich wenigstens für die letzten Songs noch bei der Stange halten. Insgesamt bleibt das hier aber eine unausgegorene Ansammlung von Klischees. Eigene gute Ideen, und die gibt es hier, gehen unter, ohne nachhaltig Eindruck zu hinterlassen.

Geschrieben von King Kraut am 10.01.2016, 11:06 Uhr


Teilen:                    

Kommentieren



Weitere interessante Reviews

BEGINNINGS - RECOVER

Nach I WALK THE LINE hatte ich lange nichts mehr von Ville Rönkkö, dem Sänger der Band gehört. Seine markante Stimme hatte mich mit seiner Band I WALK THE LINE in den Bann gezogen. Seine...

Weiterlesen

THE OFFENDERS - CLASS OF NATIONS

Heißt es nicht, das siebte Album ist verflixt? Wie das verflixte siebte Jahr? Nun, THE OFFENDERS machten bis zum siebten Album mehr oder weniger das, was sie seit Gründung der Band gemacht...

Weiterlesen

THE SUICIDE MACHINES - REVOLUTION SPRING

Vor fünfzehn Jahren hat die Band THE SUICIDE MACHINES ihr letztes Album veröffentlicht. Fünfzehn Jahre! So lange existieren viele Bands nicht. Um die Band aus Detroit war es lange Zeit recht...

Weiterlesen

V.A. Das Feindbild der AFD – WIR - Punkrocksampler - Vol. 1

Picke-Packe-Voll würde Arnd Zeigler in seiner "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" nun sagen, nur das es bei diesem Sampler nicht um Fußball geht sondern um die AFD und alles was in deren...

Weiterlesen

ACHT EIMER HÜHNERHERZEN - album

Ich kann denken, denken, denken und dann irgendwann was sagen. Dit stimmt. Kannste nüscht sagen. Is so. Nur denken viele nich und sagen trotzdem wat. Is och so. Ich verfalle schon wieder...

Weiterlesen

THE BOMPOPS - Death in Venice Beach

Manchmal kommen Sie wieder... Wer dachte Pop-Punk mit catchy Melodien, Chören, Frauengesang und einem Hang zur guten Laune wäre tot, der irrt! THE BOMPOPS bringen in diesem Jahr ihr zweites...

Weiterlesen