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THE CREEPSHOW - DEATH AT MY DOOR
Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/TheCreepshowOfficial
Wow, THE CREEPSHOW bringen ein neues Album heraus!
Das war mein erster Gedanke, als ich die CD “Death at my Door“ in der Hand hielt.
Und bei “Concrete Jungle Records“ kommt sie raus. Wow.
Jetzt also nicht mehr bei People Like You Records, die sich anscheinend nur noch auf hochprofitable Bands der Rock-und Punk-Musik konzentrieren. Wie dem auch sei, auf jeden Fall kommt ein neues Album der Kanadier heraus und ich freu mich.
Die Anfangstage der Band, mit Sarah Blackwood am Gesang habe ich intensiv verfolgt und war auch auf einigen Konzerten der Band. Früher, als die Punk-a-Billy - Welle hoch war und Bands wie THE CREEPSHOW spielend leicht überall in Europa auftreten konnten, startete die Band raketenmäßig durch.
Die Welle ebte nach einigen Jahren ab und Sarah Blackwood verließ die Band um ihre eigene Solo-Karriere zu forcieren.
Als Ersatz wurde Kenda Legaspi gefunden. Am meisten hatte mich seinerzeit die Ähnlichkeit der Stimme von Kenda gewundert, die der prägenden Stimme von Sarah sehr nahe kommt.
Danach ging die Band kontinuierlich ihren eingeschlagenen Weg weiter. Die Alben der Kanadier habe ich alle zu Hause aber live habe ich sie seit Jahren nicht gesehen. Das kann ich in 2018 nachholen, den um ihr Album “Death at my Door“ vorzustellen, kommt die Band im März 2018 nach Europa.
Nun aber mal zum neuen Album.
10 Songs in 34 Minuten. Nicht gerade viel, aber es kommt ja nicht auf die Menge an, sondern auf das, was da in den 34 Minuten aus den Boxen kommt.
Der Opener “Death at my Door“ ist ein typischer Song von THE CREEPSHOW. Schnell, treibendes Schlagzeug, eingängige Melodie, deutlicher, fast wuchtiger Gesang der in der zweiten Hälfte von den Jungs gedoppelt wird. Perfekt zum tanzen, mitsingen und richtig schön Spaß haben.
Aber schon mit dem zweiten Song nimmt die Band das Tempo merklich raus. Gerade wo es auf der Überholspur Spaß gemacht hat, biegen sie auf die rechte Spur und ziehen die Handbremse. Was soll das den? Schafft die Band nicht mehr, als ein schnelles Stück?
Bei dem langsamen Tempo bleibt auch Song Nummer 3.
Song Nummer 4 ist auch nicht viel schneller, hat aber wenigsten schöne Mitsingparts.
Was ist mit THE CREEPSHOW los? Ist es das Alter? Ist es das Schielen auf mögliche bessere, kommerzielle Verwertbarkeit in Form von Radioplay?
Erst mit “Tomorrow may never come“ kommt wieder Schwung in die Bude und das Auto blinkt links um auf die Überholspur zu kommen. Schöner, zweistimmiger Refrain der sich in die Gehörgänge fräßt. So soll ein Stück von THE CREEPSHOW sein!
Mit “New Kings“ geht es schwungvoll im Country-Swing-Stil mit ordentlich Tempo weiter. Der Song macht Spaß und fällt positiv aus der Reihe.
Insgesamt gibt es drei Songs die an die alten Tage erinnern, als THE CREEPSHOW mit Geschwindigkeit und Melodie die Bühnen eroberte. Die weiteren sieben Songs sind im Midtempo bzw. in langsamen Tempo. Der letzte Song des Albums “My soul to keep“ kommt sogar ganz ruhig und ganz akustisch rüber.
Beim ersten Durchhören des Albums war ich ziemlich enttäuscht, dass die Band so das Tempo rausgenommen hat. Nach mehrmaligen Hören muss ich sagen, dass auch die langsameren Songs ihre Qualität haben. Dies liegt insbesondere an dem sehr guten Songwriting und an der charaktervollen Stimme von Kenda.
Insgesamt also durchaus ein gutes Album, an das man sich allerdings erst ein wenig gewöhnen muss.
Geschrieben von Frank am 25.08.2017, 16:14 Uhr
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