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THE SCREENSHOTS - 2 Millionen Umsatz mit einer einfachen Idee
Weitere Informationen:
http://www.diescreenshots.com/
THE SCREENSHOTS veröffentlichen mit “2 Millionen Umsatz mit einer einfachen Idee“ am 16.10.2020 ein neues Album. Es ist ihr zweites (oder streng genmommen ihr 1 1/2) Album in ihrem zweijährigen Bestehen. Ja, du hast richtig gelesen. Ich habe mich nicht vertippt und wenn das Internet mich nicht anlügt, dann stimmt das tatsächlich. Mit dieser Menge an Output dürfte die Band ganz weit oben in der Liga sein, die die Bands umfasst, die in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Material auf die Menschheit los lassen.
Masse ist nicht gleich Klasse. Hören wir uns mal den Spaß des Trios an, die sich angeblich über Twitter kennengelernt haben. Frage mich zwar, wie das gehen soll, aber es sollen sich ja auch schon Menschen per SMS verliebt haben. Tinder und Bumble kann ja jeder, also warum nicht mal Twitter. Twitter macht Gefühlsgewitter.
Der Sound der in meinen Gehörgängen ankommt, ist ein Sound der sehr sehr gefällig ist. Er erinnert an Sportfreunde Stiller, an The Wohlstandskinder zu ihren poppigen Zeiten sowie an Die Sterne, Kettcar und ähnliche Kaliber. Mit gutem Willen erkenne ich auch den Sound von Love A (als einzige positive Referenz)
Musik also, die nicht weh tut und doch ein wenig nach Subkultur riecht (Love A mag es mir verzeihen). Es ist der Sound den der ganz normale Mitttelstandsmensch auflegt, wenn er seine Mittelstandsfreunde mal beeindrucken will, dem aber Bands wie Broilers schon zu hart sind. Es ist die Subkultur (der Kinder) der FDP-Wähler.
Zur Musik gibt es Gesang. Wer hätte das gedacht. Manchmal fragt man sich ja, ob das was aus den Boxen kommt tatsächlich Gesang sein soll. Hier soll es Gesang sein, hoffe ich mal. Der Gesang ist oft kreischig, nervig und geht mir schnell auf die Nerven (welche bei einem Song sogar gegrüßt werden. Die Band scheint sich zu kennen. Ist es Selbstironie oder Einsicht? Vielleicht ist aber auch nur die Band mit eben diesem Namen gemeint). Es ist ein Sound der mich nicht kickt. Ganz im Gegenteil.
Hier versucht eine Band über die ihr bekannten Medienkanäle bekannt zu werden. Diese Wege kennt sie, diese bespielt sie. Es gibt Videos, es gibt eine originelle Homepage, es gibt Output ohne Ende. Was es nur wenig gibt, ist Substanz.
Es gibt textlich witzige, ironische Ansätze, die beim ersten Hören ganz witzig sind, aber beim zweiten, dritten Hören schon abgenutzt klingen.
Dieses Album ist so ein bisschen wie das Nachmittagsprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender. Es gibt auch mal was interessantes, aber größtenteils ist es belanglos.
Geschrieben von Frank am 12.10.2020, 18:57 Uhr
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