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TRUSTGAME - kein Titel
Nachdem ich letztens das volle Metallbrett auf dem Plattenteller zum Besprechen hatte, kam diese Platte im Anschluss denkbar ungelegen, weil der Kontrast einfach zu viel war für mich. Also erst mal ab in die Schublade und warten, bis man Bock auf Rock hat und zwar so ziemlich ohne Roll, dafür aber mit einem Schuss Bombast. Leider ist das bis jetzt nicht eingetreten und trotzdem wird es Zeit die Sache endlich vom Tisch zu kriegen und die CD aus der Versenkung zu holen. Also ran an die Salami und nach kurzem Suchen, halte ich den duften Pappschuber auch schon in den Händen, immerhin mit OriginalCD, naja. Erster Song beginnt mit einem Klavierintro, das gefällig daherkommt und rockt dann mit angezogener Handbremse los. Stimme erinnert mich irgendwie an Placebo, zwar nicht ganz so markant aber die Tendenz höre ich da schon. Im nächsten Lied wird die Schiene weiter bedient und immer hört man ‘ne gewisse Melodie mitschwingen. Erst die Darbietung im dritten Song kommt überzeugend rüber, mit ‘ner coolen Melodie und die Handbremse wird auch endlich mal gegen den vierten Gang getauscht, schon besser und mit etwas Phantasie klingt da schon der gute alte Gevatter Punk an. Und so geht’s dann munter weiter. Licht und Schatten wechseln sich ab, mal geht es was fixer voran, dann kommen wieder gezielte Breaks oder komplett langsame Stücke. Mal spielt die Band mit Emo rum, dann bollert etwas metalllastiges aus den Boxen, teilweise frickeln sie ganz schön rum um dann auch wieder geradlinig loszurocken. Dass die Musik zu simpel ist, kann man ihnen bei weitem nicht vorwerfen. Allerdings merke ich immer wieder, dass ich wohl ein Kulturbanause bin, denn das will mir einfach nicht ins Ohr oder wird aus der Ohrmuschel sofort elegant wieder hinausbefördert. Die Musik variiert eigentlich wirklich ordentlich unter anderem auch mit Pianos, Geigen, Bläsern oder einem Akkordeon, wie im sechsten Song, der fast etwas an Gogol Bordello erinnert, ohne dessen Energie zu transportieren und gegen Ende des Liedes wieder puren Rock zu zelebrieren. Mein Problem ist auch ein bißchen der Gesang, den ich erst als komplett unsäglich abtun wollte, der aber eigentlich ziemlich gut ist und die Melodien schön transportiert, mir jedoch nur auf den Zeiger geht. Also am Besten hört man sich die Jungens selber an, entscheidet ob man’s gut findet und hört nicht auf meinen seltsamen Kommentar. Ist mir zu theatralisch, ich höre aber auch sonst keinen Rock. In diesem Sinne ab auf die Homepage von Trustgame. Oder wie immer auch auf die vom guten alten Rupi Murdoch freundlicherweise ermöglichte MySpace-Seite der Band. Erschienen ist das ganz auf Limited Access Records und ist schon seit Mitte Juni erhältlich.
Geschrieben von Jan am 21.08.2008, 00:00 Uhr
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