» Übersicht
» Neuigkeiten
» Reviews
» Interviews
» Konzertberichte
» Links
» Suchen
» Kontakt
» Über uns
» Datenschutz
» Impressum
Audiowolf - Lighting The Fuse
Weitere Informationen:
http://www.audiowolf.net/
Audiowolf. Ein schwieriger Fall. Eine ambitionierte Band, die die fettesten Elemente von Rock auswalzt, wie er seit den Siebzigern und danach besonders in den Neunzigern nochmals gern zelebriert wurde. Schwere, rhytmische Riffs mit den passenden Beckenschlägen auf der Eins, Effekte auf den Gitarrensounds und auch gelegentliche Soli, ohne dabei in genretypischer Weise überzuschnappen. Insgesamt sind die Songs auch abwechslungsreich genug, um sich durch das Album zu hören und immer wieder andere Ideen präsentiert zu bekommen. Das hier hat man zwar schon irgendwie oft gehört, aber verkehrt ist das trotzdem nicht. Wenn eine Band auf diesen Sound steht und ihn gut umzusetzen versteht, geht das klar. Auch ohne die Musikgeschichte zu revolutionieren.
Jetzt kommt das „aber“, welches ich aus einer Laune heraus durch „jedoch“ ersetzten werde: Jedoch.
Der Sänger klingt die meiste Zeit dermaßen nach dem einer ganz bestimmten Grunge-Band, dass Audiowolf dies auch schon ins Informationsblatt geschrieben haben. Inklusive bestimmter Manierismen, der Angewohnheit, bestimmte englische Wörter in irgendwelche komischen Schreie zu ziehen... Und ganz ehrlich gesagt, eben jenes offensichtliche Vorbild hat einen sehr eigenen Stil, der zwar cool ist, aber von dem man eben niemals noch ein Exemplar auf der Welt braucht (auch, weil der manchmal anstrengend ist). Ihr habt vielleicht gemerkt, dass ich nicht sage, an wen mich das erinnert, denn entweder merkt man das als Hörer sofort, oder aber nicht, und dann stört es vielleicht auch nicht weiter.
Wenn ich mir die CD-Aufmachung ansehe, das Video, die fette Produktion, der Promotext, kurzum: Die ganze Verpackung, habe ich das Gefühl, die Band aus dem kleinen Oldenburg hat versucht, sich etwas zu große Rockstar-Stiefel anzuziehen. Alles professionell aufgemacht, aber vielleicht riecht es deswegen ungefähr so wenig nach Rauch, Schweiß und Sex wie damals die Ramones- und Motörhead-Shirts bei H&M.
Ich glaube, wenn Audiowolf ihr offensichtliches Können nutzen, sich trauen, einen eigenen Stil zu spielen, statt nur bereits vorhandenes neu aufzubacken, dann könnte das eine interessante Band werden. Bis dahin ziehe ich die Klassiker vor.
Geschrieben von King Kraut am 19.10.2014, 23:24 Uhr
Medien
http://youtu.be/ySiUbPmcnaA konnte nicht geladen werden
Kommentieren
Weitere interessante Reviews
THE NO - DAS LEBEN IST SCHÖN
Was passiert wenn Musiker eine Band gründen, diese dann auflösen und doch wieder Bock darauf haben gemeinsam Musik zu machen, die wie die Band klingen darf die sie aufgelöst haben? Dann...
DORFTERROR - SCHREIKINDER
Schon mutig, wenn sich eine Band in der heutigen Zeit einen Namen gibt, in dem das Wort “Terror“ vorkommt. Früher gab es ja mal eine Band die nannte sich “Fluchtpunkt Terror“, Nach...
THE WALTONS - IT´S CHRISTMASTIME
Zu Weihnachten immer die gleichen Lieder? Das muss nicht sein! Endlich gibt es Abhilfe zu den schnöden Weihnachtsliedern der Kirchenchöre. THE WALTONS haben sich die Weihnachtsmütze auf...
HI MUM - GHOSTWOOD
HI MUM, eine vierköpfige Band aus Nürnberg hat am 27.03.2026 ihr erstes Album auf den Markt gebracht. Das Machwerk erscheint digital und als Vinyl. HI MUM hat ihre Wurzeln in der Band MAFFAI,...
BLONDIE - NO EXIT
BLONDIE gründete sich, da war ich bestenfalls in Planung. So lange ist es schon her, dass diese Band Musikgeschichte geschrieben hat. Nun erscheint ihr siebtes Album, ursprünglich 1999...
GRADE2 - TALK ABOUT IT
Sieben Jahre sind genug. Lasst uns drüber reden, wie es uns geht und wie wir uns fühlen. Lasst uns das vierte Album von GRADE2 anhören. Die Band, von Jack, Sid und Jacob gegründet,...
